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Kletter-Kirche kommt gut an

03.03.2010 | 16:15 Uhr
Kletter-Kirche kommt gut an

Das Projekt „Zwischen Himmel und Erde” geht mit einer positiven Bilanz in die zweite Halbzeit. Noch bis zum 21. März kann man in dem Gotteshaus klettern.

Weitmar. Bergfest beim Hochseilgarten-Projekt „Zwischen Himmel und Erde” in der Heimkehrer-Dankeskirche – Bereits 500 Jugendliche besuchten die „spirituelle Kulturtankstelle” in Form einer etwas anderen Klettertour seit dem Startschuss des Projekts am 17. Januar. Die Verantwortlichen können also eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen.

Spirituelle Erfahrung

Der Klettergarten im Kirchenschiff der Heimkehrer Dankeskirche in Bochum Weitmar ist gut besucht. Foto: Thomas Schild

Das Projekt verknüpft das erlebnispädagogische Klettern mit spirituellen Elementen, sodass die Jugendlichen ihre Erfahrungen in Bezug zum eigenen Leben und Glauben setzen können. „Als ich oben war, fühlte ich mich sicher” beschrieb beispielsweise die 15-jährige Michelle im Gipfelbuch ihre Gefühle. In dem Buch können die Besucher nach dem Klettern ihre Eindrücke eintragen. So wie ihr geht es vielen Anderen, die sich im Hochseilgarten einer ungewöhnlichen Herausforderung im Schiff der Kirche stellten.

Auch Gräfingholt erfreut

Auch Lothar Gräfingholt (CDU) zeigte sich erfreut über das Projekt in der denkmalgeschützten Kirche: „Ich freue mich, dass das Hochseilgarten Projekt 'Zwischen Himmel und Erde' als Programm der Spirituellen Kulturtankstelle zur Ruhr.2010 in der Heimkehrer-Dankeskirche in Weitmar stattfindet und Jugendlichen die Möglichkeit gibt Kirche neu zu erleben.” Gräfingholt ist Katholikenratsvorsitzender und Lokalbeauftragter für die Bochumer Kirchen, die sich zum Kulturhauptstadtjahr mit einem eigenen Programm einbringen.

Jugendliche interessieren sich für Kirche

„Da haben wir uns etwas ganz schönes nach Bochum geholt.” äußerte sich Pfarrer Norbert Humberg, der das Projekt von Beginn an unterstützte, begeistert über den Zulauf. „So erreichen wir Jugendliche, die wir sonst nie erreichen würden”, führte er aus. Auch für die Heimkehrer-Dankeskirche– ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung – bedeutet die Aktion einen großen Gewinn. Alle jugendlichen Kletterer beginnen mit einem Besuch in der Heimkehrer-Krypta, wo sie etwas über den Hintergrund der Kirche erfahren.

Kirche öfter geöffnet

Auch dadurch, dass die Kirche häufiger als sonst geöffnet ist, haben viele Menschen die Möglichkeit, die Kirche aufzusuchen oder zu besichtigen. So wunderte sich auch eine Anwohnerin, die nur wenige Straßen entfernt wohnt: „Nun wohne ich schon über 20 Jahre hier, ich wusste nicht, dass eine so schöne Kirche hier steht”.

Skeptiker überzeugt

Florian Rommert, Projektleiter und Jugendbeauftragter der Pfarrei St. Franziskus, freut sich über die vielen positiven Begegnungen, die bisher stattgefunden und auch zur Verständigung beigetragen haben: „Viele derjenigen, die zu Beginn skeptisch waren, haben das Gespräch gesucht sich davon überzeugt, dass wir aus der Kirche keine Turnhalle machen wollen, sondern ein handfestes Interesse an inhaltlicher Jugendarbeit haben.” So ist auch der Hochseilgarten in der Kirche das erste große Projekt der Jugendkirche „Lichtblick”, dem viele weitere folgen sollen. Das Projekt läuft noch bis zum 21. März in der Heimkehrer-Dankeskirche (Karl-Friedrich-Straße 109-111). Weitere Informationen gibt es im Internet unter: http://psfb.de/jugend/himmel oder unter: http://www.lichtblick-bochum.de/.

DerWesten

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Kommentare
04.03.2010
03:07
Kletter-Kirche kommt gut an
von herker | #1

Skeptiker überzeugt? Ich habe sehr viel und fast nur positive Zustimmung zu meiner Kritik an dieser Entwürdigung des Sakralraumes erhalten. Außerdem zeigt sich die angebliche positive Wirkung des Mobilen Hochseilgartens erst in einigen Monaten, wenn dann wirklich die Kirchen durch dieses Projekt wieder voller geworden sind. Der Erfolg kann nicht an der Besucherzahl gemessen werden. Damit wäre es nur eine Momentaufnahme. Und somit würde die Argumentation der Initiatoren komplett zusammenfallen. Durch derartige Aktionen säkularisiert sich die Kirche von alleine. Ich habe meine Meinung zu diesem Projekt nach wie vor nicht geändert.

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