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Seelsorge

Glaube, Trost, Hoffnung

30.07.2012 | 18:39 Uhr
Glaube, Trost, Hoffnung
Gabriele Hahner arbeitet als Krankenhaus-Seelsorgerin. Foto: Marcus Simaitis

Linden.  Seit knapp einem Jahr arbeitet Gabriele Hahner an zwei Krankenhäusern als Seelsorgerin. Dabei weißsie nie, welches Schicksal sie hinter der nächsten Zimmertür erwartet

Seit knapp elf Monaten ist die Krankenhausseelsorgerin Gabriele Hahner schon in der Liebfrauengemeinde tätig: Am 1. September 2011 hat sie ihren Dienst angetreten. Ihre Aufgaben in Linden konzentrieren sich nicht nur auf das Helios-St. Josefs-Hospital, sondern auch auf die Augusta-Krankenanstalten und das Altenheim am Kesterkamp. Und die Besuche der beiden Kindergärten Liebfrauen und St. Angela gehören ebenfalls mit zu ihrem Programm.

Gabriele Hahner wird in ihrer Aufgabe in Liebfrauen also voll gefordert. Aber Stress hat das bei ihr nicht ausgelöst. Im Gegenteil. Sie wurde, wie sie selbst feststellt, überall freundlich und offen aufgenommen. „Ich hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, hierher zu gehören“, sagt sie.

Ihre Arbeitsbereiche sind vielseitig – und vielfältig sind auch die Erfahrungen, die sie täglich bei ihren Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen macht. „Ganz gleich, ob es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder die Patienten im Krankenhaus oder Altenheim sind, ich bin gerne in Kontakt mit ihnen.“ Dabei stellt jeder Besuch im Krankenhaus für sie auch eine Herausforderung dar.

Sie weiß vorher nie, was sie hinter einer Zimmertür erwartet, ob ihre Anwesenheit erwünscht ist, ob sich die Patienten auf ein Gespräch einlassen möchten und welche Tragweite, welche Schwere das Gespräch bekommen wird. Manchmal ist es für sie wichtig, einfach da zu sein, zuzuhören, Trost zu spenden, Hoffnung zu wecken, den Glauben ins Gespräch bringen und darin eine Kraftquelle für den Gesprächspartner entdecken.

Die Frage nach dem „Warum“

Oft muss sie sich mit der häufig gestellten Frage nach dem „Warum“ auseinander setzen. Besonders intensive Begegnungen erlebt sie am Sterbebett eines Menschen. „Dort, wo Trauer und Ängste oft lähmen, kann ein Gebet, ein Mit-Aushalten in den schweren Stunden hilfreich sein.“

Gabriele Hahner empfindet es als eine Bereicherung, wenn sie auf diese Weise Patienten oder auch ihre Angehörigen begleiten darf. Anders geht es für sie da in den beiden Kindergärten Liebfrauen und St. Angela zu, die sie ebenfalls betreut. Die Lebendigkeit und Freude der Kinder wirkt ansteckend auf sie. Mit viel Freude bereitet sie mit den Erzieherinnen auch die Gottesdienste vor.

Gemeinsam mit den Kindern dieser beiden Kindergärten zu feiern und dabei die Begeisterung der Kinder für Glaubensthemen wach zu halten, ist für Gabriele Hahner immer wieder ein besonderes Erlebnis. In ihrer Arbeit in der Liebfrauengemeinde hat sie erkannt: „Fröhlichkeit und Schwere liegen nah beieinander und geben jedem Tag ein neues Gesicht.“

Gisbert Frömgen



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