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Pontonbrücke

Fährt bald ein Bürgerbus über die Brücke?

22.05.2012 | 12:11 Uhr
Fährt bald ein Bürgerbus über die Brücke?
Die Pontonbrücke zwischen Niederwenigern und Dahlhausen beschäftigt die Menschen. Foto: Svenja Hanusch

Dahlhausen.  Die marode Pontonbrücke bleibt weiter in der Diskussion. Nachdem die Pläne für ein Sammeltaxi gestorben sind, wird händeringend nach neuen Lösungen gesucht

Für viele Bürger diesseits und jenseits der Ruhr war es keine große Überraschung, dass es an der maroden Pontonbrücke in Dahlhausen kein Sammeltaxi über die Ruhr geben wird. Aber dass es fast ein halbes Jahr dauern würde, um den ohehin nur als Kompromiss gedachten Lösungsvorschlag der Bezirksvertretung Südwest zu bearbeiten, das hat bei den Bürgern und bei den Politikern des Bezirks schon Erstaunen ausgelöst.

Marc Gräf, Fraktionschef der SPD Südwest, stellt fest: „Das Thema ist für uns jetzt wieder auf der Tagesordnung. Die Bogestra kann nicht einfach sagen, dass es nicht geht. Auch die Stadt ist mit im Boot. Denn ihr obliegt die Verantwortung für die Beförderung der Bürger im öffentlichen Nahverkehr in unserer Stadt.“ In der morgigen Fraktionssitzung sollen Vertreter der Bogestra und der Stadt zum dem Thema Stellung nehmen. Am 30. Mai ist die Angelegenheit Thema in der Bezirksvertretung.

Derweil ist die Idee, einen Sammelbus anstelle eines Sammeltaxis über die Schwimmbrücke zu schicken, wieder nach vorn gerückt. Sozusagen als die jetzt wieder ganz aktuelle Lösung. Betreiber sollen die Bogestra und die EVAG sein. Aus Burgaltendorf und Niederwenigern kommen von Seiten der SPD und CDU ähnliche Signale.

Der stellvertretende Bezirksvorsteher Friedhelm Netwig (CDU) hat wieder einen Abstecher zu seinen Parteikollegen in Burgaltendorf gemacht. Seine Feststellung: „Es kommen in der Tat mehr Bürger von drüben zu uns als umgekehrt. Vor allem der Handel in Linden-Dahlhausen ist froh, dass wenigstens die Autos wieder über die Brücke dürfen. Jetzt muss auch all jenen geholfen werden, die mit dem 359er-Bus zu uns kommen.“ Das bestätigen auch Karl-Heinz Schulte und Stefan Rodemann für die Lindener Werbegemeinschaft. Der Chef des Ideenhauses weiß aus vielen Gesprächen, woher seine Kunden kommen.

Keine Taxigebühren

Marc Gräf lässt im Gespräch mit der WAZ die Katze schon ein wenig aus dem Sack. Er hat recherchiert, dass es Bustypen gibt, die sowohl vom Gewicht (gedacht ist an sieben Fahrgäste) als auch von der Breite her problemlos die Brücke überqueren könnten. „Einen solchen Bus muss man dann auch nicht umständlich rufen, sondern der fährt nach einem festgelegten Tagesfahrplan ganz normal über die Brücke.“ Und Taxigebühren würden auch nicht anfallen. „Es gilt der normal gelöste Fahrausweis.“

Friedhelm Nentwig hat noch einen anderen Vorschlag in den Gesprächen mit den Bürgern von hüben und drüben aufgenommen: Die EVAG solle einen Kleinbus auf der Essener Seite der Brücke parken. „Wenn der Essener Bus 109 an der Brücke ankommt, bittet der Fahrer seine Gäste, mit ihm in den Kleinbus umzusteigen. Er fährt sie nach Dahlhausen über die Brücke, wo sie den 359er-Bus besteigen können. Die Fahrgäste aus dem 359er nimmt er dann mit nach drüben, lässt sie in seinen 159er einsteigen und fährt los in Richtung Burgaltendorf.“

Möglicher Neubau?

Der Vorteil: Der 359er könnte seine alte Strecke über Dahlhausen und Linden fahren und die Fahrgäste würden hier ihr Ziel genau so erreichen wie jetzt.

Die Politiker des Bezirkes Südwest sind übereinstimmend der Meinung, dass die Städte und die Verkehrsbetriebe gegenüber den Bürgern in der Pflicht sind. Und dass sich das Problem sowohl technisch als auch von den Kosten her lösen lässt. Aber ebenso wichtig ist für sie, die Planungen für einen möglichen Neubau der Brücke anzuschieben und die Höhe der Kosten zu berechnen.

„Da möchten wir von der Stadtverwaltung auch gerne erfahren, wie weit der von uns erteilte Auftrag an sie gediehen ist“, stellt Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann fest.

Gisbert Frömgen



Kommentare
22.05.2012
16:34
Fährt bald ein Bürgerbus über die Brücke?
von Volksentscheid | #1

Liest sich ja alles einfach,ist es aber nicht
Der Kleinbus soll also auf Essener Seite abgestellt werde und nach dem normalen Plan verkehren,mal eben..?Mein lieben Herren Nentwig u.Gräf, der abgestellte und somit unbeaufsichtigte(!) Bus müsste gesichert werden:Türen verschliessen,Unterlegkeile unter die Räder.Vorschrift.Fakt.

Bedeutet schon mal Fahrplan ade, denn dieser Vorgang kostet Zeit.
Was passiert mit dem Bus nach Betriebsende ?Ein Fahrer kann ja schlecht 2 Busse zum Busbetriebshof fahren.
Möglichkeit 1:Bus wird von zus.Fahrer abgeholt= Mehrkosten.

Möglichkeit 2:bleibt über Nacht stehen,auch witzlos da er zwangsläufig mal betankt werden muss und auch noch Versicherungsrechtliche Aspekte zum tragen kommen.

Versaubeutelt haben solche Zustände die Kommunen.Wer Brücken rechtzeitig saniert o.Neubauten plant,hat diese Probleme nicht.Sperrung Schwimmbrücke,Buselohbrücke,Brücke Am Kuhlenkamp,weitere folgen evtl.!
Erst verrotten lassen,anschl.sperren und dann moppern.Kranke Logik

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