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Kindertag

Einmal Lokomotivführer sein

17.07.2012 | 13:30 Uhr
Einmal Lokomotivführer sein
Bela Schmidt (3) beim Kindertag im Eisenbahnmuseum. Foto: Ingo Otto

Dahlhausen   Beim Kindertag im Eisenbahnmuseum haben alle ihren Spaß. Lustige Spiele und Aktionen rund um den Schienenverkehr. Fortsetzung folgt im August

Egal ob Kind oder Erwachsener – beim Kindertag im Eisenbahnmuseum in Dahlhausen am vergangenen Sonntag war vielen Gästen der Spaß im Gesicht anzusehen. „Es waren insgesamt etwa 3500 Besucher da und es hat kein einziges Mal geregnet“, informierte Marc Grollmann, Sprecher der Stiftung Eisenbahnmuseum.

Wegen der guten Wetterlage konnte der Kindertag auf dem ganzen Museumsgelände in vollen Zügen genossen werden.

Ein faszinierendes Erlebnis war für viele die Mitfahrt im Führerstand der alten Dampflok. Die schnaufende und ächzende Zugmaschine düste unentwegt die Gleise entlang und verströmte dabei nostalgische Atmosphäre. Jan (9) und Nick (6), die mit ihren Großeltern aus Gelsenkirchen kamen, plauderten beim Ausstieg über die Kräfte der Maschine: „Als die Lok gehalten hat, bin ich fast nach hinten geflogen“, meinte Jan zu seinem Bruder. Auch Großmutter Ingrid Husmann (61) war beeindruckt: „Die alte Technik ist interessant. Der Heizer braucht echtes Fingerspitzengefühl, weil er für den richtigen Druck im Kessel sorgen muss“, sagte sie.

Kinderschminken war der Hit

Ständig im Einsatz war auch die Handhebeldraisine, die mit reiner Muskelkraft von ganzen Familien über das Gleis bewegt werden konnte. Alle halbe Stunde gab es für die Besucher auch eine Probefahrt auf dem Drehscheiben-Karussell zu erleben. Jürgen Jeike (48), der das Karussell bediente, erklärte: „Mit der Drehscheibe wurden früher die Lokomotiven auf die Stände, also ihre Garagen, verteilt. In der heutigen Zeit werden dafür Schiebebühnen genutzt.“

Insgesamt konnten die Besucher mit einem Aktionsticket zehn Angebote nutzen. Dabei waren: Fahrt mit der Feldbahn, Kreuzworträtsel mit Tombola, Eisenbahnmuseum-Memory, Lok-Wettrennen und der heiße Draht. Lucas (11) begeisterte vor allem die Modelleisenbahn, die in einem Zugwaggon zu besichtigen war: „Ich habe selber ein bisschen davon“, erzählte er.

Einen Volltreffer landete das Eisenbahnmuseum mit dem Kinderschminken. Bis zu einer halben Stunde warteten manche Gäste geduldig auf ihre Gesichtsbemalung. Beliebtes Motiv: Dampfloks auf beiden Wangen. Während die Großen genüsslich in die Grill- würste bissen, ließen die Kinder in der großen Wagenhalle beim Malen und Basteln ihrer Fantasie freien Lauf.

Eine Mutter transportierte gleich drei Dampfloks nach Hause

Ein Renner war, wie schon die Jahre zuvor, das Modellieren aus buntem Play-Mais. Dabei werden kleine zylinderförmige Maisklötzchen mit etwas Wasser angefeuchtet. Sie lassen sich dann einfach aneinander oder auf Papier kleben.

Eine Mutter transportierte gleich drei Dampfloks nach Hause: eine gemalte, eine aus Papier und eine aus Play-Mais.

Die Mithilfe vieler Ehrenamtlicher bei der Stiftung Eisenbahnmuseum war auch am Kindertag unabdingbar. „Insgesamt arbeiten rund 60 Ehrenamtliche hier. Manche sind hauptberuflich im Schienenverkehr beschäftigt. Die Ehefrauen beispielsweise backen Kuchen und Waffeln, andere sind Studenten. Allen gemeinsam ist die Leidenschaft für die Sache“, sagte Sprecher Grollmann. Der Spaß an der Eisenbahn steckte an diesem Sonntag an. Und wer diesen Kindertag versäumt hat, muss gar nicht traurig sein. Denn am 19. August findet von 10 bis 17 Uhr noch ein Kindertag im Eisenbahnmuseum Dahlhausen statt.

Nadja A. Juskowiak



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