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Die Lichter gehen nicht aus

22.06.2012 | 17:42 Uhr
Die Lichter gehen nicht aus
Das Team von „Lichtblick“ bilden u.a. Florian Rommert, Nicole Back und Claudia Giesen

Weitmar.   Das Bistum Essen verändert die Jugendarbeit. Auch das „Lichtblick“-Projekt in Weitmar ist davon betroffen, doch es soll weiter bestehen – den vielen ehrenamtlichen Helfern sei Dank.

Wenn das Ruhrbistum von „strukturellen Veränderungen“ spricht, hören die Gemeinden ganz genau hin. Zu oft standen die Kirchen vor Ort in jüngster Vergangenheit am Ende mit leeren Händen da. Jetzt kündigt das Bistum Essen Veränderungen in der Jugendarbeit an und will trotz begrenzter Mittel junge Menschen in Zukunft differenzierter ansprechen als bisher.

Dazu konzentriert das Bistum seine Förderung auf nur fünf Einrichtungen außerhalb Bochums. Die jugendpastoralen Standorte Weitmar und Langendreer sollen dennoch erhalten bleiben.

„Die letztendliche Entscheidung obliegt den Pfarreien“, klärt Florian Rommert, Jugendbeauftragter der Großpfarrei St. Franziskus, auf. Zwar werden ab sofort die „Leuchtturmprojekte“ des Ruhrbistums finanziell und personell besser ausgestattet, die finanzielle Trägerschaft für „Lichtblick“ in Weitmar liege hingegen nach wie vor in den Händen der kirchlichen Entscheidungsträger vor Ort.

„Wir haben das Thema bereits in der Pastoralkonferenz am vergangenen Donnerstag angesprochen. Die Diskussion müssen wir zwar noch vertiefen, aber ‘Lichtblick’ soll weiterlaufen“, so kündigt Pfarrer Norbert Humberg seine Unterstützung an.

„Ehrenamtlichen machen schon jetzt sehr viel möglich“

Wahrscheinlich werden beide Jugendreferentinnen im Laufe des kommenden Jahres aus Weitmar abgezogen: „Doch die Ehrenamtlichen machen ja schon jetzt sehr viel möglich“, blickt Humberg zuversichtlich nach vorne. Lediglich größere Projekte wie zum Beispiel den Hochseilgarten in der Heimkehrer-Dankeskirche dürfte die Essener Diözese demnächst nach Oberhausen oder Gelsenkirchen verlegen – eben dorthin, wo die „Leuchttürme“ stehen.

„Es ist natürlich ungünstig, dass es in Bochum keine ‘Leuchttürme’ geben wird. Das haben wir deutlich angesprochen“, schildert Rommert. Doch auch der Gemeindereferent sieht das jugendpastorale Zentrum an der Karl-Friedrich-Straße über das persönliche Engagement gesichert. Schließlich konnte sich die Gruppe seit knapp vier Jahren stetig weiterentwickeln und besteht inzwischen aus einem Kernteam von rund 20 Jugendlichen. „Es war ein wachsender Prozess. Und auch jetzt stehen wieder Überlegungen im Vordergrund, wie wir auf die Leute zugehen und Akzente setzen können“, sagt der 33-Jährige.

Wie diese „Akzente“ aussehen sollen, ist klar: Das Programm wird fortgesetzt und optimiert. „Lichtblick Musik“ mit eigener Band, „Lichtblick unterwegs“ mit Ausflügen und „Lichtblick kocht“ mit Blick in den Topf gehören genauso zum Repertoire wie die Jugendmessen an jedem letzten Sonntag eines Monats. Treffpunkt für junge Gläubige: „Je nach Termin erscheinen dabei zwischen 80 und 400 Besucher“, betont Rommert.

Und auch deswegen freut er sich darauf, die Arbeit mit der Projektgruppe fortsetzen zu können.

Christopher Becker


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