Letzter Gottesdienst in der Augusta-Kapelle am 7. August

Noch steht sie, die Kapelle (re.) der Augusta-Klinik.
Noch steht sie, die Kapelle (re.) der Augusta-Klinik.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Am 7. August findet in der Augusta-Kapelle ein „Entweihungsgottesdienst“ statt. Die Kapelle wird zugunsten eines Bettenhauses fürs Krankenhaus abgerissen.

Bochum.. Der Abriss der Kapelle im Augusta-Krankenhaus an der Bergstraße rückt immer näher. Am Freitag, 7. August, findet um 12 Uhr ein „Entweihungsgottesdienst“ in der Kapelle statt. Die Kapelle – die WAZ berichtete – muss einem weiteren Bettenhaus weichen, das im kommenden Herbst gebaut wird.

Die 109 Jahre alte Kapelle im Innenhof des Krankenhauses war nach dem Zweiten Weltkrieg fünf Jahre lang das einzige Gotteshaus in der Innenstadt. Sowohl katholische als auch evangelische Christen feierten in der kleinen Kapelle Taufen oder Hochzeiten. „Für zahlreiche Patientinnen und Patienten war sie über 100 Jahre lang ein Ort des Gebetes, der Klage und des Trostes. Ein ganz und gar ,durchbeteter’ Raum, von dem Abschied zu nehmen richtig weg tut“, heißt es in einem Schreiben an die Belegschaft des Krankenhauses. Unterschrieben ist es von Geschäftsführer Ulrich Froese, Pfarrerin Martina Haeseler und Pfarrer Berthold Boeing. „Um unserer Trauer einen Raum zu geben, wollen wir mit Ihnen und all denen, die eine sehr enge und persönliche Beziehung zu unserer Kapelle haben, einen Abschiedsgottesdienst feiern.“

Nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer

Der Abriss der Kapelle ist aus Sicht der Geschäftsführung unausweichlich, weil es keine andere baulich sinnvolle Erweiterungsmöglichkeit gebe. Von dem neuen Bettenhaus, das später über mehr als 100 Betten verfügen soll, sollen die urologische, die chirurgische und die gefäßchirurgische Klinik profitieren. Es wird dann nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer geben.

Die kleine Kapelle soll ersetzt werden durch einen „Gottesdienstraum“ in der sechsten Etage im Haus 1 des Krankenhauses.