Leser bekräftigen Kritik an Maria-Hilf-Klinik

Zahlreiche Reaktionen ruft unser Bericht über das St.-Maria-Hilf-Krankenhaus hervor. WAZ-Leserin Irma Möllerke erhebt Vorwürfe gegen die Geriatrie-Fachabteilung. Ihr Mann (80) sei in Gerthe unzureichend versorgt worden. Hier eine Auswahl der Leserbriefe, die uns dazu erreichten.


„Mein Vater wurde vor einem Jahr in die Geriatrie gebracht. Einen Tag später stellte man den MRSA-Keim fest und teilte uns mit, dass man eine Magensonde legen müsste, da er nicht mehr schlucken könne. Dieses lehnten wir lt.Patientenverfügung ab. Man sagte uns darauf hin, dass man für meinen Vater nichts mehr tun könne und brachte ihn ins Altenpflegeheim zurück. Da mein Vater auch Parkinson mit Demenz hatte und somit selber das Trinken vergaß, hat sich niemand darum gekümmert. Als mein Vater wieder im Heim war, hat er sofort gegessen und auch getrunken, soviel zum Thema nicht Schlucken können. Er wollte dort nicht bleiben und hat einfach nicht schlucken wollen.“
Brigitte Bürger


„Ich habe in den letzten zwei Jahren zwei Angehörige im Maria-Hilf betreut: meine Mutter mit 87 Jahren nach einem Schlaganfall und deren Schwester mit 91 Jahren nach einer Stenose zur Frühreha. Ich war begeistert über dieses Haus und das Personal! In noch keinem Krankenhaus in Bochum, in dem die beiden Schwestern nach ihren Krankheiten waren, war die Pflege und Betreuung so gut wie in diesem Haus. Die Pfleger und das Ärzteteam sind absolut kompetent und immer bemüht, den alten Menschen jegliche Pflege zukommen zu lassen!“
Michael Daas
„Leider kann ich die schlechte Pflege bestätigen. Stündliche Lagerungen, da kann ich nur lachen. Sie schaffen ja nicht mal, bei einem Inkontinenten dreimal am Tag die Vorlagen sowie die Kleidung zu wechseln. Ich habe meinen Vater jeden Tag gesäubert und umgezogen, um so einen Dekubitus zu verhindern. Die vollen Tabletts wurden abgeräumt, schwachen Patienten wurde das Brot nicht fertig gemacht. Fazit: Mein Vater erholte sich im Altenheim innerhalb von kurzer Zeit.

Vielen Bochumer Kliniken und Altenheimen ist bekannt, welche Zustände dort herrschen, und weisen sehr viele Patienten zur Rehabilitation nach Wattenscheid.“
Doris Werner