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Leidenschaft treibt die Künstlerin an

11.11.2007 | 17:05 Uhr

Dagmar Vogt stellt zurzeit in der LWL-Klinik am Stadtpark aus.Bilder als Gratwanderung zwischen den Stilrichtungen

Leidenschaft diene dem Künstler als Motor, um Werke zu erschaffen. Leidenschaft in den Werken wiederum könne nur durch die eigene Erfahrung, durch das Durchleben von Tiefen, ausgedrückt werden. Die Künstlerin Dagmar Vogt beschreibt so ihre Auffassung von Kunst und Künstlertum. Um Leidenschaften geht es auch in ihrer aktuellen Ausstellung "Landschaften und andere Leidenschaften" in der LWL-Klinik am Stadtpark.

Für ihre Kunstreihe "Psychiatrie und Kunst - Kunst in der Psychiatrie" haben die Ärzte Prof. Dr. Georg Juckel und Dr. Marc-Andreas Edel die Künstlerin gewinnen können. Die psychiatrische Klinik erhofft sich durch die frei zugängliche Ausstellung vor allem, dass Vorurteile über Psychiatrien abgebaut werden, wie der Ärztliche Leiter Georg Juckel betonte. "Wir wollen unser Haus öffnen und zeigen, dass die Patienten ein Teil unserer Gesellschaft sind", so Juckel. Ebenso verberge sich hinter den "Mauern am Stadtpark nichts Geheimnisvolles".

Einen neuen Weg einschlagen wollen die Aussteller in diesem Jahr. Wurden in der Vergangenheit Kunstobjekte psychisch kranker Patienten ausgestellt, so sind die Werke von Dagmar Vogt in ihrem Wittener Atelier entstanden. Aber dennoch passen sie in das Umfeld. Gerade auch, weil ihre Werke - farblich sehr expressiv - Emotionen erwecken und Leidenschaften hervorrufen können.

Ihre Bilder sind eine Gratwanderung zwischen den Kunststilen, ein stetiger Wechsel zwischen abstrahiert und konkret. "Ich will kein Abbild der Realität schaffen", beschreibt Dagmar Vogt ihren eigenen Stil. Viel Spielraum für Interpretationen sollen ihre Werke lassen. Nur schemenhaft spiegeln sich die drei Themen "Paare", "Städte" und "Landschaften" in ihren Bildern wider.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Januar in der Klinik, Alexandrinenstraße 1, geöffnet. Für Besucher sind die Bilder von Dagmar Vogt werktags von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Geplant ist, ein Buch auszulegen, in dem die Gedanken und Assoziationen, die beim Betrachten der Werke entstehen, eingetragen werden können.

Von Jessica Buschmann

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