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Ziesak treibt Baumarkt-Umzug weiter voran

05.11.2012 | 18:19 Uhr
Ziesak treibt Baumarkt-Umzug weiter voran
Eine Aufnahme der Zeche Bruchstraße im Jahre 1928. Auf diesem Gelände siedelt Ziesak um – auf Höhe des Bahnhofs Langendreer (r.).Foto:Archiv Norbert Meier

Langendreer/Werne.   Die umfangreichen Vorarbeiten werden Zug um Zug erledigt

Erst war es die Zeche Bruchstraße, dann gehörte das Gelände der Firma Opel – und jetzt ist es im Besitz des Ostbochumer Familienunternehmens Holz Ziesak: Das Gelände im weiten Bogen der Hauptstraße, in unmittelbarer Nähe des Kulturzentrums Bahnhof Langendreer, wurde in den letzten Jahrzehnten mehrfach massiv verändert. Aktuell finden dort Verfüllungsmaßnahmen statt, um das Areal langfristig gegen mögliche Folgen der Bergbauvergangenheit abzusichern.

Wo einst die Schlote der Großzeche Bruchstraße rauchten, später zahllose Opel-Arbeiter ihre Autos parkten, wird Geschäftsinhaber Fritz Ziesak bald einen Baumarkt mit Gartenmarkt und „Baustoff-Drive in“ errichten. Um diesen Plan zu verwirklichen, sind umfangreiche Arbeiten notwendig, die Zug um Zug erledigt werden.

Der Abriss der beiden im nördlichen Bereich aufstehenden Gebäude ist längst Geschichte, die Reste sind der Verwertung zugeführt worden. In den letzten Wochen und Monaten haben Spezialisten die Ferngasleitung, die mitten über das zu bebauende Areal verlief, an den Rand des Grundstücks verlegt und in der neuen Position an die alte Leitung angeschlossen. Das alte Rohr in der Mitte des Geländes ist damit stillgelegt.

„Allein diese Maßnahme“, erklärt Bauherr Fritz Ziesak, „schlägt bei den Baunebenkosten mit 250 000 Euro zu Buche.“ Für die Stollensicherung fallen weitere 308 000 Euro, für die Sicherung der vorhandenen drei Schächte noch einmal 325 000 Euro an. „Dabei sind die vorausgegangenen geologischen Untersuchungen“, so Ziesak weiter, „in diesen Kosten noch nicht einmal enthalten.“

Die Statiker wollen, so der Unternehmer, dass auch die Deckel der Schächte erneuert werden. Dafür müssen rund um die Löcher Pfähle ins Erdreich gesetzt werden, die am Ende die neuen Deckel tragen werden. Außerdem gibt es noch einen Wetterstollen und einen Luftschutzstollen, die ebenfalls abgesichert werden müssen.

Ein wunderschönes Luftbild aus dem Jahr 1928, zu finden in dem neuen Buch über die Zeche Mansfeld, zeigt das Gelände der Zeche Bruchstraße – noch ohne die beiden Heime, die jetzt abgerissen wurden. Auf dem noch aktuellen Bild im Internet, bei Google Maps, sind diese Häuser allerdings noch zu sehen. Ein schöner optischer Vergleich, der wunderbar die industrielle Entwicklung über die Jahrzehnte aufzeigt und dabei die kommende Nutzung als „Hagebaumarkt Holz Ziesak“ völlig offen lässt. In weiteren Jahrzehnten wird sich das Gelände wieder völlig anders präsentieren.

Eberhard Franken



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