WSV erlebt wieder mehr Gemeinschaft

Der zündende Moment: der WSV 06 Bochum lud auf dem Sportplatz zum Osterfeuer, und viele kamen.
Der zündende Moment: der WSV 06 Bochum lud auf dem Sportplatz zum Osterfeuer, und viele kamen.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Osterfeuer auf dem Sportplatz. Gründung der Jugendabteilung lockte mehr Gäste und ihre Kinder an: „Hier ist wieder etwas los“.

Werne. „Es war toll, als die Flammen anfangs so hoch loderten“, erklärte Fabienne zum zweiten Osterfeuer auf dem Sportplatz des Werner Sport-Vereins Bochum 06 e.V. (WSV) an der Heinrich-Gustav-Straße. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Kindern und noch mehr Erwachsenen stand die Zehnjährige vor dem Vereinshaus und schaute dem Feuer zu.

Andere Kinder – etwa Mick und Ben von der E-Jugend – fanden es noch spannender, am Feuer Stockbrot zu backen. Dazu schwangen sie entweder ihre langen Stöcke über die Glut am Rande oder ließen sie, angelehnt einem gut 20 Zentimeter dicken Stamm, über das Feuer ragen. „Allein die Hitze lässt den Teig gut backen“, erklärte dazu Sebastian Heinschen, der als Brandwart die Kinder und das Feuer beaufsichtigte. Insgesamt war er sehr zufrieden, wie Klein und Groß den Sicherheitsabstand einhielten sowie die etwa drei Meter hoch gestapelten Paletten abbrannten.

Gemütlich zusammen stehen oder sitzen, hieß es darüber hinaus für die meisten anderen Besucher. So blieben die Mütter der neuen E-Jugend bei ihren acht- bis neunjährigen Kindern nahe am Feuer und unterhielten sich. „Ich bin zum ersten Mal da, weil mein Sohn Julian (9) hier spielt“, erklärte zum Beispiel Romina Steiner. Sie stand zusammen mit den Müttern Lisa, Martina, Bianca sowie Opa „Trudi“. Der Senior begleite da seinen Enkel Maurice, der natürlich in der E-Jugend spielt. „Er spielt Libero“, sagte der bekennende Schalke-Fan, und ergänzt: „Wir sind alle erst hier, seitdem der WSV im letzten Jahr die Jugendabteilung neu gründete.“

Einen Logenplatz auf das Osterfeuer besorgte sich Seniorin Dagmar Gigutsch. Mit Schwester Erika und Freundin Erika saß sie auf der Veranda vor dem Vereinshaus. „Ich komme gerne zum Feuer. Schon beim ersten Mal in 2014 war es hier schön“, erklärt die rüstige 70-Jährige. „Früher waren wir öfter beim Osterfeuer von Langendreer 07.“

Zusammenstehen, ein Bier trinken und aufs Feuer gucken hieß es wiederum für Ralf Möller und seine Mitspieler und Freunde Eddy, Herbert und Georg. „Hier ist wieder etwas los. Es geht wieder bergauf“, freuten sich die vier Mittfünfziger dabei. Die Männer spielen in der „Ü-50“-Mannschaft. Seit über 40 Jahren fühlen sie sich dem WSV verbunden. Damals hieß dieser noch „Vorwärts Werne“.

Das Osterfeuer organisierte Geschäftsführer Peter Gajewski mit mehreren Helfern. Auch seine Bilanz war positiv. „Wir leben hier wieder mehr Gemeinschaft“, erklärte er. Er hofft nun, dass in diesem Jahr mit den Schwerpunkten „Jugendarbeit“ und „Integration“ von Flüchtlingen das Erneuern des Vereins weiterhin gelingt.