Werne wieder wahnsinnig
15.03.2010 | 19:02 Uhr 2010-03-15T19:02:00+0100
Werne. Bei der Komzertnacht der Kirchlichen Initiative „Werner Wahnsinn“ tanzten und feierten rund 600 Besucher. Außerdem wurde die Bilanz aus dem letzten Jahr vorgestellt: 9000 Euro beim „Werner Wahnsinn“ eingenommen.
Sieben Bands boten ein mehr als siebenstündiges Musikprogramm von ehemaligen Pop- und Rockhits bis hin zu Evergreens. Gut 600 Besucher im Alter von 20 bis über 60 Jahren sangen und tanzten mit und feierten bis nach Mitternacht sich und die aufspielenden Bands. Auch beim 13. Werner Wahnsinn des Fördervereins „Kirchliche Initiative für Arbeit der Kirchengemeinde Werne e.V.“ (KIRINA) im Erich-Brühmann-Haus ging es damit wieder richtig „wahnsinnig“ zur Sache.
Zum Start spielten „Chris and the Poor Boys“. Sie gaben dann die Bühne für die Oldierocker von „Old Kids Alive“ frei. Das Publikum begeisterten darüber hinaus „Just-4-Fun“ die „Legal Eagles“ sowie „Sabowski“. Zum Abschluss – und da war es schon fast Mitternacht – kamen „Bielefeld Ahoi“ und „Rub The Cat“ dran. Für Letztere war der Auftritt eine Premiere beim „Wahnsinn“. Sie fügten sich jedoch mit ihren Musiktiteln – zum Beispiel „Hit the road Jack“ und „Jailhouse Rock“ – gut in das Programm ein. Ihr Problem als letzte auftretende Band war jedoch, dass viele Besucher schon den Weg nach Hause antraten.
Die im März 1998 vom ehemaligen Arbeitslosenprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Werne ins Leben gerufene Musiknacht bot jedoch auch in diesem Jahr mehr. KIRINA-Geschäftsführer Lothar Schwachenwalde zog zur Arbeit bei der Beschäftigungs- und Weiterbildungseinrichtung im vergangenen Jahr Bilanz. Diese habe sich in allen Bereichen erfreulich entwickelt, so der Tenor von Schwachenwalde im Gespräch mit Moderator Reinhold Koch vom Förderverein.
Die soziale Einrichtung konnte nicht nur die Arbeit in den bekannten Kleiderläden für vorwiegend Sozialschwache in Grumme, Langendreer und Werne fortführen. An der Hattinger Straße wurde zudem ein viertes Geschäft eröffnet. „Insgesamt 40 Leute beschäftigen und qualifizieren wir nun in den Läden“, so der studierte Sozialarbeiter. Hinzu kommt in dem Arbeitsbereich die Aufarbeitung der gesammelten Kleidungsstücke, die statt in Grumme in einem ehemaligen Ladenlokal in Wattenscheid stattfindet.
Das Patenschaftsprojekt für Schulabgänger während ihrer Ausbildung, dass KIRINA in Zusammenarbeit mit der Diakonie Ruhr im Frühling 2007 startete, läuft auch. Schwachenwalde: „35 Jugendliche und junge Erwachsene machen da nun mit.“ Das erste Patenkind schloss zudem im Februar diesen Jahres schon seine Ausbildung als Feinmechaniker ab. Sieben weitere Auszubildende werden noch in diesem Jahr folgen. Beschäftigt sind sie derzeit unter anderem im Handwerk, im Einzelhandel sowie im Dienstleistungssektor von kleinen und mittelgroßen Betrieben in der Stadt.
Doch nicht nur junge Leute kommen bei den Qualifizierungsprojekten der Einrichtung zum Zuge. Seit 2009 wirke KIRINA, so Schwachenwalde, auch bei dem Beschäftigungsangebot für ältere Arbeitnehmer „Best Ager“ mit. Das Ziel ist dabei, diese immer weiter wachsende Arbeitnehmergruppe zu beraten und zu unterstützen, wieder Arbeit zu finden. „30 bis 40 Leute konnten wir da vermitteln“, erklärte dazu Schwachenwalde.
Außerdem dankte der über 50-jährige dem Publikum für das zahlreiche Erscheinen im Vorjahr: „Mit eurer Hilfe erbrachte der Werner Wahnsinn 2009 insgesamt 9000 Euro Reinerlös.“ Damit konnten dann unter anderem die Eigenbeiträge für die Mitarbeiter finanziert werden. Alle Projekte werden darüber hinaus im großen Maße über die Arbeitsagentur Bochum finanziell getragen.

20:43
Eine wahnsinnige Ü50-Party war das, gähn.
Warum nicht mal ein Programm mit ganz neuen, unbekannten Bands, Stichwort Nachwuchsförderung?
Größtenteils Best Ager auf der Bühne.