Wenn "Dreck" zur Kunst wird
31.03.2008 | 19:43 Uhr 2008-03-31T19:43:58+0200Ungewöhnliche Ausstellung läuft ab morgen in der Stadtbücherei Langendreer
Langendreer. Um das zunächst irritierend klingende Thema "Dreck" ging es bei künstlerischen Projekten, die an vier Bochumer Schulen sowie zwei Kinder und Jugendeinrichtungen in Kooperation mit dem Interkultur-Verein "Ponte Courage" durchgeführt wurden. Ziel der vom Landesjugendamt geförderten Maßnahme war, junge Leute an künstlerische Ausdrucksformen heranzuführen. Die Ergebnisse sind vom 2. bis 25. April in der Stadtbücherei (Unterstraße 71) zu sehen.
Künstler aus den Bereichen Darstellende und Bildende Kunst, Architektur und Literatur arbeiteten 2007 mit fast 100 Schülern aus der Hustadt - mit ungewöhnlichen Mitteln, wie die Ausstellung zeigt, die im Bürgersaal des Uni-Centers in Querenburg eine bunte Vernissage erlebte. Ein Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war sicher die Aufführung eines an der Erich-Kästner-Gesamtschule entstandenen Chorprojektes mit selbstentwickelten Rap-Versen zum Thema "Dreck". Aber auch die anderen Aktionen werden ansprechend vorgestellt: In einer mit einfachsten Mitteln pfiffig gestalteten Installation sind Bild- und Tondokumente so zusammengefügt, dass die Verbindung von so grundverschiedenen Einzelprojekten wie erwähntem Chor-Projekt, der Gestaltung von Miniatur-Gärten in Schuhkartons, dem Bau großer Lehmskulpturen oder Experimente mit Erdfarben einleuchtet. Fotos, geschriebene Texte, Objekte, Lehm, ein "Hörturm", Klänge und gesprochene Worte bilden einen ganz eigenen Raum, an dessen Gestaltung alle beteiligten Kinder und Jugendlichen über ihr jeweiliges Projekt hinaus Anteil haben. Sie haben mit Erdfarben gemalt, Lehm geschleppt und geformt, sie haben aus Waldgeräuschen einen eigenwilligen "Klang-Kompost" gebildet und nebenher noch eine Menge praktischer Fertigkeiten erlernt.
Weitere Infos zu Ausstellung und Projekt bei "Ponte Courage" unter Tel: 58 39 713.

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