Voller Einsatz für den Kirchenerhalt

Der Vorstand des Vereins „Kulturm“ setzt sich aus (v.l.) Rosamarie Kühne (mit Kirchen-Modell), Gerhard Noetzel, Hans-Hagen von Döhren, Annette Vester-Hubbert und Werner Köhn zusammen.
Der Vorstand des Vereins „Kulturm“ setzt sich aus (v.l.) Rosamarie Kühne (mit Kirchen-Modell), Gerhard Noetzel, Hans-Hagen von Döhren, Annette Vester-Hubbert und Werner Köhn zusammen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit Jahren stellt der Förderverein „Kulturm“ aus Langendreer für dasevangelische Gotteshaus im Dorf ein Unterhaltungsprogramm auf die Beine

Langendreer..  Das Programm für 2015 steht. „Und es kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen“, findet der fünfköpfige Vorstand von „Kulturm“. Dem Verein, der es sich vor vielen Jahren zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur in der evangelischen Christuskirche im Dorf zu fördern und den Erlös aus den Veranstaltungen in die Instandhaltung des Gotteshauses an der Alte Bahnhofstraße 14 fließen zu lassen.

Zum Auftakt gibt am nächsten Sonntag, 18. Januar, um 17 Uhr der erst 17-Jährige Organist Leon Sowa ein Orgelkonzert. „Ein Wunderkind“, freut sich Werner Köhn, dieses Musik-Talent nach Langendreer lotsen zu können. Köhn ist für die Programmgestaltung zuständig. Sein Ziel dabei: „Einen bunten, anspruchsvollen Mix aus klingenden Namen und heimischen Künstlern hinzubekommen. Es soll für jeden Geschmack etwas dabei sein.“

Nicht jedes Konzert garantiert bei dieser Maxime am Ende auch einen Gewinn. „Das muss auch nicht sein“, sagt Werner Köhn. „Wir stellen eine Mischkalkulation an, um am Ende des Jahres in den schwarzen Zahlen zu sein.“

Mundharmonika-Mann Michael Hirte kommt im Herbst

Herr eben dieser Zahlen ist Gerhard Noetzel. Er hat die Finanzen von „Kulturm“ fest im Blick und weiß schon jetzt, dass in diesem Jahr beispielsweise die Schwazmeer-Kosaken (im Mai) und Mundharmonika-Mann Michael Hirte (im Herbst) die Kasse klingeln lassen werden. Andere würden sicher zum Minusgeschäft, was seiner Ansicht nach aber keine Rückschlüsse auf die Qualität zulasse: „Wo hört man schon den Weltmeister im Pfeifen? Bei uns trat er auf, alle waren begeistert – aber am Ende stand ein Minus.“

Die Idee, „Kulturm“ zu gründen, entstand 1998 im Presbyterium, das vor dem Problem stand, die Reparatur des Kirchturms zu stemmen. Als dies geschehen war, sollte eigentlich Schluss sein mit der Kultur in der Christuskirche. Doch Gerhard Noetzel und Werner Köhn machten einfach weiter – bis heute mit großem Erfolg. Die Ausgaben von „Kulturm“ belaufen sich seit 2002 auf 62 000 Euro; 52 000 Euro davon kamen der Kirche zugute, der Rest floss in die kulturelle Arbeit, rechnet Noetzel vor. So wurden ein Konzertflügel sowie Bühnentechnik und -beleuchtung angeschafft. Aktuell arbeitet der Verein daran, Geld für ein neues Pfeifen-Register für die Orgel aufzutreiben.

Unterstützt werden Noetzel und Köhn dabei von Hans-Hagen von Döhren (Organisation), Rosamarie Kühne (Schriftführerin) und Annette Vester-Hubbert (Internetauftritt), die 2012 dem Vorstand beitraten. „Zum Glück“, findet Gerhard Noetzel. „Es ist mehr Arbeit, als man denkt.“ Diese werde auch nicht enden. Noetzel lacht: „Denn Baustellen gibt es an der Christuskirche genug.“