Umzugskarussell kommt zur Ruhe
24.03.2010 | 18:34 Uhr 2010-03-24T18:34:00+0100
Langendreerholz.Nach langer Planung und Umplanung sich kann nun bald der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Langendreer auf mehr Platz im Gemeindehaus ausbreiten.
„Ende April zieht unser Kindergarten in das benachbarte Gemeindehaus um“, erklärt Ingrid Cramer, die Leiterin des evangelischen Kindergartens an der Langendreerstraße. Damit dreht sich das im Frühjahr 2008 im Bezirk Pauluskirche der Kirchengemeinde Langendreer mit der Projektplanung gestartete große „Umzugskarussell“ langsam aus und alle davon Betroffenen haben wieder einen Platz für die zukünftige Arbeit.
Der Kindergarten war auch der Auslöser für diese gesamte Entwicklung. Auf dem Gelände des Flachbaus von 1975 will nämlich der Essener Bauträger „Urba-Bau“ ab dem Frühsommer Häuser in Erbpacht bauen. Dafür sollte der Kindergarten schon 2008 in das Gemeindehaus umziehen und die damals dort beheimateten 15 Gemeindegruppen – heute sind es nur noch 14 - wiederum nach einem Kirchenumbau dorthin wechseln (wir berichteten). Letzteres fand im September 2009 seinen Abschluss.
Pfarrer Wilfried Geldmacher erklärt „Die Umbaugenehmigung für das Gemeindehaus erhielten wir erst im Januar 2009.“ Für das Gemeindehaus fiel deshalb der Startschuss erst nach dem Auszug der Gruppen. Seitdem wurden alle Räume auf den beiden Etagen nach und nach kindgerecht umgebaut und renoviert. Schwerpunkte der Arbeiten waren dabei vor allem der Ausbau der Sanitäranlagen, das Neuverlegen der Elektrik sowie der Einbau einer neuen Küche im Kellergeschoss des ehemaligen Pfarrhauses von 1904, das Mitte der 80er Jahre durch einen Anbau zum Gemeindehaus umfunktioniert wurde.
Dem Umsetzen der neuen Brandschutzrichtlinien für Neu- und Umbauten kam eine besonderer Bedeutung zu. „In alle Räumlichkeiten - mit den Fluren 14 Stück - mussten wir Brandmelder einbauen“, erklärt Geldmacher.
Zu den weiteren Feuerschutzmaßnahmen gehören drei zusätzliche Notausgänge, so dass die Kinder und Erzieher bei Alarm nun aus allen Gruppenräumen sofort ins Freie gelangen können. „Der Brandschutz machte allein die Hälfte der Umbaukosten in Höhe von 130 000 Euro aus“, schildert der Pfarrer. Die Kosten teilten sich die Kirchengemeinde und der Bauträger. Durch den deftigen Anstieg der Brandschutzausgaben, die das geplante Budget überstiegen, musste nachverhandelt werden
In der schwierigen finanziellen kam Hilfe von Kindergarteneltern. Zehn Eltern, darunter auch eine Großmutter, taten sich zu einem Bautrupp zusammen. Sie tapezierten und strichen in den letzten Wochen die neuen Gruppenräume. Unterstützung der Eltern ist auch für den Umzug Ende April gefragt. Einrichtungsleiterin Cramer und ihre Mitarbeiterinnen packen derzeit schon. Zum Umzug betonte sie: „Die Kinder sehen darin vor allem ein Abenteuer. Für uns Erzieherinnen ist das auch mit Wehmut durch viele Erinnerungen verbunden.“

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Pfarrer Wilfried Geldmacher
Der Name ist Programm :-))