Umbau sorgt in Kita Liebfrauen für mehr Platz zum Spielen

Pfarrer Bernd Wollharn segnete den neuen Schlaf- und Spielraum der Kita Liebfrauen. An diesem Tag wurden neue Räume der Kita eingeweiht.
Pfarrer Bernd Wollharn segnete den neuen Schlaf- und Spielraum der Kita Liebfrauen. An diesem Tag wurden neue Räume der Kita eingeweiht.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Katholisches Familienzentrum Liebfrauen feiert Einweihung der neuen Räume. Arbeiten hatten sich wegen Wasserschaden und Bunkerfund verzögert.

Altenbochum..  „Wer will fleißige Handwerker sehen? Der muss zu uns Kindern gehen. Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein“, sangen zwanzig Kinder der Kita Liebfrauen. Einige der kleinen Sänger trugen einen gelben Helm, während sie gekonnt auf Xylofonen und Triangeln spielten. Gemeinsam mit Erzieherinnen und zahlreichen Eltern feierten die Kinder, dass „ihr Häuschen“ endlich fertig geworden ist.

Der Um- und Neubau des katholischen Familienzentrums in Altenbochum hat mit anderthalb Jahren sehr lange gedauert. „Das war sicher kein einfacher Umbau“, berichtet Mirja Wolfs, Leiterin des Geschäftsbereiches Finanzen und Immobilien. „Erst wurde auf dem Grundstück der Kita ein Bunker gefunden, dann hatten wir unwetterbedingt einen Wasser- sowie einen Leitungsschaden“, so Wolfs. Die Befürchtung, dass sich auf dem Gelände zudem noch eine Fliegerbombe befindet, hat sich glücklicherweise als falsch erwiesen.

Pfarrer Bernd Wolharn hat die langwierigen Bauarbeiten als Nachbar hautnah mitbekommen und feierte mit den anwesenden Gästen zur Einweihung einen kleinen Gottesdienst. Auf sein Geschenk müssen die Kinder allerdings noch etwas warten, denn mit dem Holz für das neue bunte Kreuz gab es Probleme. „Einfach kann jeder, wir können hier nur kompliziert“, stellte Wolharn belustigt fest.

Ideal, um eine Höhle zu bauen

Begleitet von Dutzenden lachenden Kindern zog er anschließend von Raum zu Raum und segnete jeden einzelnen mit Weihwasser. So konnte die Gruppe auch den neuen Ruheraum der U-3-Betreuung bestaunen. Neben Matratzen und bunten Bauklötzen lädt eine großzügig gestaltete zweite Ebene neben dem Schlafen auch zum Krabbeln und Erkunden ein. „Das gefällt mir total gut, hier kann ich klettern üben“, freute sich der sechsjährige Jannis. Auch Mats (5) zeigte sich begeistert von dem neuen Raum: „Hier können wir eine super Höhle bauen.“

Dass die Gruppen mit Kinder unter drei Jahren separate Rückzugsräume bekommen, war der Anstoß für den umfangreichen Umbau. Doch auch in der zweiten Etage erstrahlten die Bereiche der Hort-Kinder in neuem Glanz. Helle, großzügige Räume bieten viel Platz und in den Nebenzimmern können sich die Kinder in Kreativität oder Naturwissenschaften ausprobieren. „ Es ist sehr schön, dass alle Kinder nach dem Umbau mehr Platz haben, das ist ein Geschenk“, resümierte Leiterin Kerstin Rakoschek. Auch Pfarrer Wolharn zog ein positives Fazit: „Wir müssen im Bistum viel reduzieren. Da ist es ein schönes Signal zeigen zu können, dass wir noch etwas bauen, dass es weiter geht.“