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Stimmung bis zur Mitternacht

14.02.2012 | 11:29 Uhr
Stimmung bis zur Mitternacht

Werne.   „Glück Auf Werne“ feierte gelungenen Saalkarneval mit den Aktiven der „1. Herner Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß-Rot“.

Rund 200 Gäste, etwa 80 Aktive sowie ein über vierstündiges Programm der „1. Herner Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß-Rot 1953 e.V.“ (HeKaGe): Beim 26. Knappenkarneval vom Knappenverein „Glück Auf Bochum-Werne 1884“ ging es im Erich-Brühmann-Haus wieder fröhlich rund.

Den ersten Höhepunkt nach dem Einmarsch des Karnevalpräsidium mit dem Spielmannszug und der Minigarde setzte der Auftritt des Duos Gitti und Thomas Weinrich. Sie machten nicht nur musikalisch Stimmung mit Schlagern von Michael Wendler. Sie holten auch ihre Hörer mit einem Polonaisemedley nebst Polonaise quer durch den Saal von den Stühlen.

Nach dem Zuhören und Mitmachen war dann wieder das Zuschauen dran: Das diesjährige Prinzenpaar Knut I. und Heike I. zog festlich ein. In der Folgezeit eroberten die drei Tanzmariechen des Vereins Michelle Lankheit, Sophie Dill und Sophia Keller - jeweils einzeln und mit Programmpunkten dazwischen - die Bühne. Hinzukam ein Schautanz der Kükengarde im Biene Maja-Kostüm sowie der Prinzengarde. Der „Spielmannszug Herne-Süd 1987“ unter der Leitung von Otto Callenberg präsentierte zudem Karnevalsschlager wie „Schatzi, schenk mir dein Foto“ (Mickie Krause). Vereinspräsident, 1. Vorsitzender und Moderator Klaus Mahne, gratulierte dabei Callenberg für sein 25-jähriges Bühnenjubiläum.

Der Abend bekam so leichte Längen bis Bauer Heinrich Brömmelkamp aus Kattenvenne mit seiner Büttenrede, die immer wieder zum Dialog mit dem Publikum sowie mit Prinz Knut I. gedieh, wieder alle aufrüttelte. Ob Umweltzone (hat jemand dem Feinstaub Bescheid gesagt, dass er die Autobahn im Ruhrgebiet nicht verlassen darf?), die Liebe zu Ehefrau Erna oder das Vermehren von Grund und Boden beim Feldumpflügen nebst Grenzstein: Der Bauer hatte schnell die Lacher auf seiner Seite.

Weitere Abwechslung sowie Höhepunkte boten die Karnevalisten schnell im Anschluss. So glänzten zum Beispiel das Showtanzduo „Jasmin & Julia“ sowie das Tanzpaar Mandy und Christian mit gelungener Akrobatik. Die fünf „Drumholics“ des Spielmannzuges begeisterten mit ihrer Rhythmuseinlage bei Schwarzlicht. Der Gardechor mit Prinz Knut I. bot dazu - quasi als Kontrast – mehrere Schunkellieder. Für die Knappen im Saal intonierten die acht Sänger auch das „Steigerlied“.

Wer glaubte, da passe nicht mehr oben drauf, durfte sich irren. Stimmungssängerin Angelique (Sendzik) begeisterte kurz vor Mitternacht mit Schlagern, wo alle Mitschunkeln, -singen und –klatschen konnten. Viel Spaß hatte das Publikum zudem beim Auftritt der „Wonneproppen“ und des „Männerballetts“ (mit Mahne), die jeweils eine Zugabe geben durften. Mit dem Finale hieß es dann Abschied nehmen bis 2013.

Wicho Herrmann

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