Stadion am Hessenteich: Stillstand ärgert Vorstand von Langendreer 04
06.08.2009 | 14:22 Uhr 2009-08-06T14:22:00+0200Langendreer. Dass ein Teil der Tribünen im städtischen Stadion am Hessenteich nach wie vor gesperrt ist, ärgert den Vorstand von Langendreer 04 genauso wie der Zustand des Parkplatzes. Außerdem gab es jetzt noch Reibereien mit der Stadt wegen Mäharbeiten.
Bezirksbürgermeister Norbert Busche hat auch mitten im Wahlkampf viel Arbeit auf dem Tisch - und es sind beileibe nicht nur angenehme Aufgaben dabei. Hans-Hermann Brunholt, Vorsitzender der SV Sportvereinigung Langendreer 04, und Horst Lindemann, Vorsitzender der 04-Fußballer, haben jetzt um ein Gespräch nachgesucht, zugleich aber auch um Rat und Unterstützung gebeten. Es geht den beiden um die Erledigung eines ganzen Paketes von bereits mehrfach mit der Verwaltung diskutierten Maßnahmen im Stadion am Hessenteich. „Keines der von uns – teilweise mit Deiner Unterstützung – angesprochenen Themen”, schreibt Brunholt an Busche, sei positiv weitergekommen, geschweige denn erledigt.
Dies betrifft u.a. die teilweise Sperrung der Tribüne, die inzwischen ein mehr als trauriges Bild abgebe, aber auch die Befestigung des Parkplatzes vor dem Stadion. Zudem geht es den 04-Bossen um „mangelhafte Kooperation mit der Platzwartin”, das Verbot von Eigenleistungen des Vereins auf der städtischen Anlage und auch um die gewünschte Entfernung der Glascontainer vor dem Clubhaus.
Man habe als Vorstand, so schildert es Brunholt, auf der Basis von Zusagen und Gesprächen „zu allen Themen bei unseren Mitgliedern eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut”. Und weil sich bisher überhaupt nichts getan habe, „werden wir inzwischen unglaubwürdig, denn die meisten Themen laufen bereits mehrere Jahre”.
Kurz vor dem Saisonstart, einem Freundschaftsspiel gegen Westfalia Herne am 31. August, hatten sich Brunholt und Lindemann darüber geärgert, dass auf der Böschung vor dem Bewirtungscontainer noch lange Grashalme standen. Sie beauftragten daher eine Firma, dies schnell zu erledigen und gleichzeitig noch ein paar Blumenkübel zu bepflanzen. Die Mäharbeiten seien von der Platzwartin verboten worden. Am Morgen des Freitags wurden dann die Mitarbeiter des Sport- und Bäderamtes selbst tätig.
Im Betriebshof am Stadion seien 40 Mitarbeiter für die Unterhaltung der rund 60 Bochumer Sportstätten mit fast 100 Fußballplätzen zuständig, wie Sigrid Fischer, die zuständige Abteilungsleiterin im Sport- und Bäderamt, erläutert. „Die haben Mäh- und Düngepläne, die sie regelmäßig abarbeiten. Und die reagieren auch auf Saisoneröffnungspläne.” Sie sei empfindlich, wenn die Mitarbeiter nicht gefragt werden, denn schließlich gehe es auch um Arbeitsplätze. „Die Vereine dürfen durchaus in Eigenregie Blumenkübel bepflanzen”, sagt sie, aber „der Pflegestandard, der bleibt in unserer Zuständigkeit”.
Zu den Themenbereichen Tribüne und Parkplatz verweist Sigrid Fischer auf die Situation der Stadt. „Es hat auf dem Parkplatz Ortstermine mit dem Tiefbauamt gegeben”, sagt sie. „Es gibt auch Kostenvoranschläge, aber die Stadt hat eine Haushaltssperre. Wir machen aktuell nur das, wo Gefahr für Leib und Leben besteht.”
Klaus Retsch, der Leiter des städtischen Sport- und Bäderamtes, hatte bereits Anfang Oktober 2008 in einem Schreiben angemerkt, dass man den defekten Teil der Tribüne am Hessenteich wegen der Kosten von mindestens 60 000 Euro auf absehbare Zeit nicht werde sanieren können. Retsch verwies damals auf den Vorschlag, diesen Teil abzutragen und stattdessen eine Rasenböschung einzusäen. Er erklärte damals ebenso, dass Zufahrten und Parkplatzbereiche auch an anderen Stellen der Stadt in einem ähnlichen Zustand seien wie bei der SV 04.
Das Foto zeigt den gesperrten Teil der Tribüne, auf dem munter das Unkraut wächst, was nicht gerade für eine optische Zierde sorgt. Hans-Hermann Brunholt (rechts) und Horst Lindemann von Langendreer 04 haben die Hoffnung auf eine Renovierung der Stufen aber noch nicht aufgegeben. Eberhard Franken

22:24
...Aber Geld für eine Straßenbahn,die
eigentlich ,nicht wirklich ,gebraucht wird,ist
vorhanden......!!
23:58
Hauptsache: Konzerthaus und Parkhaus an der Jahrhunderthalle bauen.
Ein tolles Beispiel.
So nicht, spd und Frau OB Scholz.
Wahltag ist Zahltag