Das aktuelle Wetter Bochum 19°C
Musik

Spontane Freude bricht das Eis

06.02.2012 | 14:03 Uhr
Spontane Freude bricht das Eis
Die Glory Gospel Singers traten in der Christuskirche Langendreer auf.

Bochum-Langendreer.  Nach zögerlichem Beginn in der Christuskirche zog das Publikum beim Auftritt der „Glory Gospel Singers“ aus New York doch noch begeistert mit. Allerdings dauerte es bis zum fünften Stück, ehe das Eis brach.

Lebendigkeit und Freude pur: Das gaben die „The Glory Gospel Singers“ schon mit den ersten Takten von Keyboardspieler Hugh Wright aus bei ihrem Auftritt in der Christuskirche zum Ausdruck. Dieser begleitete damit nicht nur die vier Sängerinnen und Sänger um Chorleiterin Vashti Price instrumental. Er gab auch so den vier Frauen sowie dem einen Mann das Signal, fast stürmisch den Kirchenraum zu betreten. Dabei schmetterten sie schon – quasi als Motto für den Abend - „Glory, I’m singing here“ (Lobpreiset – Ich singe hier). Zugleich forderten sie das nicht so zahlreich erschienene Publikum (etwa 80 Besucher) fröhlich zum Mitmachen auf. Dieses waren jedoch eher überrumpelt und dadurch abwartend.

Der guten Laune der Chorsänger aus New York tat das keinen Abbruch. Im Wechsel von tragenden und lebhaften Stücken boten sie vielmehr ihr Programm dar und forderten immer wieder ihre Gäste auf, durch Klatschen, Mitsingen oder Fingerschnippen mitzuwirken. Nach dem fünften Stück war das Eis gebrochen, wie der immer stärkere Beifall und das Mitmachen von den Plätzen aus zeigte.

Gospel-Chor richtet sich nach dem Publikum

Einstudiert war das nur in Teilen: nämlich die Choreographie der Stücke. Der Ablauf sei hingegen offen, so Wright, der Mann an den Tasten, vorab im Gespräch. „Wir richten uns nach unserem Publikum, welche Lieder wir wann präsentierten“, erklärte er im breiten amerikanischen Dialekt. Das Repertoire des Chores sei dafür genügend umfassend.

Dem war beim Zuhören nichts hinzuzufügen. Die vier Sängerinnen und Sänger lösten einander bei den verschiedenen Soloauftritten ab. Sie übernahmen füreinander den Hintergrundchor oder sie sangen gemeinsam mehrstimmig die Stücke.

Deren Auswahl wechselte von unbekannten Gospels und Spirituals zu „Schlagern“ wie „Kumbajah my Lord“ (Solo Vashti Price) sowie „He’s Got The Whole World in His Hand“ oder „Oh when the Saints“. Letztere trug der Chor zum Abschluss der ersten Konzertteils als interessantes Potpourri mit „Down by the Riverside“ vor.

Fröhliches Happening

Der zweite Teil des Abends lebte ebenfalls vom Wechsel der Stile und von bekannten und eher unbekannten Melodien. „Hits“ waren da zum Beispiel „I will follow him“ (Solo: Donna Vernon, „Amazing grace“ (Solo: Chanell Strauss) sowie „Oh happy Day“ als Schlusslied. Der hohe Bekanntheitsgrad des letzten Stücks diente zugleich dazu, alle zum Mitsingen und Mitmachen - auch im Chorraum – zu bewegen.

Mit einem fröhlichen Happening ging so ein gelungener Abend zu Ende, der auch nicht mehr durch die Zugabe getoppt werden konnte. Allein die Zuhörerzahlen hätten besser sein können. 20 Euro Eintritt an der Abendkasse (Vorverkauf 18 Euro) dürfte auf manchen abschreckend gewirkt haben.

KulTurm “ hat schon mehrere Konzerte organisiert. Das nächste beginnt am Karnevalssamstag, 18. Februar, um 17 Uhr. Werner Köhn und das Orchester „Die Salonlöwen“ sind zu Gast, Eintritt 10 Euro. Vereinsmitglieder und Schwerbehinderte zahlen 8 Euro. Der Höhepunkt des Jahres dürfte der Auftritt von „ die Schwarzmeerkosaken “ am Samstag, 22. September, sein.

Wicho Herrmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6321422/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Bochum damals
Bildgalerie
Fotos
Aus dem Ressort
Langendreer stellt wieder die Bänke raus
Bürger-Party
Eine Feier von Bürgern für Bürger. Zum zweiten Mal heißt es am 10. Juni am Alten Bahnhof: „Bänke raus!“Es gibt viel Musik, Sport und Spaß. Hoffentlich gehen nicht wieder die Würstchen aus. . .
Fließende Bewegungen im schwarzen Rock
Sport
In der Turnhalle am Leitenhaus wird die Kampfkunst Aikido gelehrt