Schnäppchenjagd unter Freunden

Viel zu gucken gab es beim Trödelmarkt am alten Containerbahnhof. Wer denn dazu kam.
Viel zu gucken gab es beim Trödelmarkt am alten Containerbahnhof. Wer denn dazu kam.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erster Trödelmarkt von „Langendreer hat’s“ kommt super an. Das ganze Dorf trifft sich am ehemaligen Containerbahnhof, um zu stöbern und zu klönen

Langendreer..  Eines stand bereits nach ein, zwei Stunden fest: Diese Veranstaltung muss unbedingt wiederholt werden! Der erste Trödelmarkt des Stadtteilvereins „Langendreer hat’s“, der am Freitag auf dem Gelände des ehemaligen Containerbahnhofs stattfand, schlug ein wie ein Bombe. So jedenfalls äußert sich Frank-Dagobert Müller vom Organisationsteam. „Wir haben schon 15 neue Interessenten für einen möglichen weiteren Trödelmarkt“, freut er sich.

Auch Erdmann Linde und Paul Möller, die die Parksituation regeln, berichten nur von fröhlichen Stimmen, die immer wieder fragten, wann denn der nächste Trödel in Langendreer stattfindet. „Vielleicht nach den Ferien, im September“, blickt Möller voraus. Die Genehmigung von der Stadt liege für die nächsten drei Jahre vor.

Das Konzept, einen Trödel von Langendreerern für Langendreerer zu machen, ging hundertprozentig auf. „Stöbern und quatschen“, bringt Karsten Höser von „Langendreer hat’s“ die Grundidee kurz und knapp auf den Punkt. Die 105 Händler kämen – wie die Besucher – fast alle aus der Region. Der Trödel als Treffpunkt – Schnäppchenjagd unter Freunden.

Zither unter Wert verkauft

Da macht es auch nichts, wenn eine Rarität mal unter Wert den Besitzer wechselt. Wie die Zither von Brigitte Vieth. „Die habe ich für 50 Euro verkauft, obwohl sie das Dreifache wert ist. Doch das gute Stück, auf dem schon meine Mutter gespielt hat, ist jetzt in Händen eines echten Musikliebhabers. Das war mir wichtig.“

Reiner Idealismus

Auch Hans-Hermann Brunholt geht es nicht in erster Linie ums Geldverdienen. Er nennt es reinen Idealismus, hier mit zu machen. Brunholt war viel im Ausland unterwegs. Gastgeschenke, die der Vorsitzende des SV Langendreer 04 von seinen Reisen mit nach Hause brachte, werden heute verkauft.

Eigenkreationen gehen gut

Katja Schülsky hat Kinderklamotten ihrer Tochter ausrangiert. Hosen, Pullis, Schlafanzüge – alles dabei. Wie es läuft? „Ich bin zufrieden“, sagt sie. Das ist auch Gudrun Loges, die schon öfter auf Trödelmärkten einen Stand hatte. Als sie von der Veranstaltung in Langendreer erfuhr, zögerte sie nicht lang. „So eine Chance lasse ich mir doch nicht entgehen“, lacht sie. Fehleinkäufe und Krimskrams hat sie zusammengesucht, um ihn hier an zu bieten. Und Eigenkreationen wie Kosmetiktaschen, Bilderrahmen oder Schals. „Die gehen gut“, freut sich Loges.

Tasse gesucht, Spielzeug gefunden

Auf der Suche nach einer speziellen Tasse für ihr Geschirr ist Karin Soltys. Fündig wird sie leider nicht. „Dafür habe ich Spielzeug fürs Enkelkind erstanden – eine Barbiepuppe“, ist sie dennoch zufrieden. Ebenso wie Polizist Ralf Schmitt, der ganz entspannt eine Runde über den Trödelmarkt dreht. „Alles ruhig, alles prima“, sagt er. Er freut sich mit den Veranstaltern: „Besser kann eine Auftaktveranstaltung nicht laufen.“ Stimmt!

Stimmen zum Trödelmarkt:

Jakob Lenze: „Ich habe zusammen mit meiner Schwester Greta einen Stand. Wir haben dafür extra unsere Zimmer leer geräumt. Es läuft sehr gut. Am besten gehen Spiele und Lego.“

Edgar Stötzer: „Ich stehe zum ersten Mal selbst auf einem Trödelmarkt. Gefällt mir gut. Der Verkauf läuft etwas schleppend. Viele gucken nur. Aber die Standmiete habe ich drin.“

Karin Soltys: „Es ist schön, so viele Bekannte hier zu treffen. Da kann man prima klönen. Toll auch, dass es hier wirklichen Trödel und keine Neuwaren gibt.“

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