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Protest gegen Schließung der Kirchschule hält an

26.06.2012 | 18:00 Uhr
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Protest gegen Schließung der Kirchschule hält an
Die Kirchschule in Langendreer bleibt in der Diskussion. Foto: Karl Gatzmanga

Langendreer.  Über 1200 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule wurden der Bezirksvertretung übergeben. Die engagierte Elternschaft fordert: „Unsere Schule gehört ins Dorf!“ Doch am Ende entscheidet der Rat.

„Unsere Kirchschule gehört ins Dorf!“ Das fordern weiterhin die engagierte Elternschaft der Schule, der schulische Förderverein sowie die Schulpflegschaft auch nach dem Schließungsvorschlag der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplan für die Grundschulen. Eine Abordnung von Schülern und Eltern übergab Bezirksbürgermeister Norbert Busche vor der Sitzung der Bezirksvertretung-Ost genau 1201 Unterschriften zum Erhalt der Schule.

Sprecherin Christina Seidenstücker erklärte: „Wir sind zusammen mit vielen Langendreer Bürgern der Meinung, dass eine Schule in dieser zentralen Lage des Stadtteils erhalten werden muss.“ Ihr Plädoyer: „Wir fordern Sie auf, im Schulausschuss für den Erhalt der Grundschule einzustehen.“

Dazu erklärte Norbert Busche: „Wir sind bisher auch immer der Meinung gewesen, dass keine Grundschule geschlossen werden sollte.“

Der Vorschlag der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung des Schulausschusses von Ende Mai, die Kirchschule zu schließen, habe ihn überrascht. Gleichwohl habe sie schon seit längerem im Fokus des Schulamtes und des Schulverwaltungsamtes gestanden.

Die Entscheidung trifft der Rat

Der von der Verwaltung genannte Sanierungsbedarf an den Schulen sei ein weiteres Problem, so Busche: „Wir wurden mit 4,2 Millionen Euro Sanierungsbedarf für die Realschule im Schulzentrum, mit zwei Millionen für die Schule ‘An der Bömmerdelle’ sowie mit 1,5 Millionen Euro für die Kirchschule konfrontiert.“ Busche verwies auf eine Anfrage an die Stadt. Die Fraktionssprecher Katharina Schubert-Loy (Grünen) und Dirk Meyer (SPD) brachten sie in der Sitzung ein.

„Wir benötigen konkretere Zahlen, um uns mit den Beschlüssen der Arbeitsgruppe politisch beschäftigen zu können“, erklärte Meyer. „Sollte die Antwort eine eindeutige Sprache sprechen, werden wir uns der Realität stellen und uns für die Aufgabe eines Standortes entscheiden müssen.“ Denn: Eigentlich steht die Bezirkskoalition zu ihrem Beschluss vom 20. Oktober 2011, alle Schulen zu erhalten. Die Bezirke werden allerdings nur im Anhörungsverfahren beteiligt. Die Entscheidung trifft der Rat.

Die Bezirksvertretung wird sich voraussichtlich auf der Sitzung am 30. August damit beschäftigen.

Wicho Herrmann

Kommentare
24.08.2012
12:14
Protest gegen Schließung der Kirchschule hält an
von LaPorta | #2

"Wir lassen KEIN Kind zurück" Hannelore Kraft 2012!

Vielen Dank Frau Kraft, wie passt das denn nun mit Schulschliessungen? Wie teuer war denn der - relativ jung erbaute- Ganztag an der Kirchschule und - wer hat ihn bezahlt???
Schilda, dein neuer Name lautet: Bochum! Vielen Dank für so viel gesunden Menschenverstand! Wir bauen hier mal was neu, um kurze Zeit später zu gucken, was wir damit machen. Pädagogisch wertvoll arbeitende Schulen, die auch tatsächlich auf soziale Kompetenz und individuelle Förderung Wert legen und somit Kinder befähigen eigenständig zu denken und zu handeln, schliessen wir kurzerhand, zumal diese Schule ja auch noch so dezentral mitten im Dorf liegt!!!Ganz richtig, liebe Politik ! Wo gehen wir denn schulpolitisch hin ? In der heutigen Zeit Schulen zu schliessen, insbesondere Grundschulen, in denen maßgeblich kleine große Menschen, sprich: Kinder, auf das Leben vorbereitet werden, ist in KEINSTER Weise vertretbar oder pädagogisch nachvollziehbar.Danke, Frau Kraft

29.06.2012
22:15
Kleiner Blick in die Zukunft schon jetzt!
von radfahrer.ruhr | #1

Tja liebe Eltern,
so ist es nun, wenn eine chronisch klamme Gemeinde wie Bpchum mit großen kulturellen Zielen nicht genügend Geld über hat. Da muss man schon mal die richtigen Prioritäten setzen: Schule oder Kulturtempel

Pech nur, wenn bei fast allen Entscheidungen in den letzten Wochen immer nur der Bürger in die Röhre schaut, der Ausgabewahnsinn im Bermudadreieck ungeschoren davon kommt. Aber ihr müsst dies mal positiv sehen: Es ist aktive Umfeldverbesserung für all die Investoren mit ihren vielen Firmen und Arbeitsplätzen, wenn der Tempel für Musikkultur in diese Stadt kommt. Da können doch die lieben Kleinen gerne mal durch euch oder die Bogestra durch die Gegend geschaukelt werden, wenn ihr eine so tolle Gegenleistung bekommt. Vielleicht dürfen eure Kinder dann mal die Musikschule besuchen. Ihr seht, es ist alles nur eine Einstellungssache durch euch! Ihr seid da einfach viel zu kleingeistig und egoistisch, vertraut einfach eurer Stadtspitze, die eure Steuergelder gut ausgeben.

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