Offenes Konzept fürs Bürgerfest
02.03.2011 | 13:52 Uhr 2011-03-02T13:52:00+0100
Langendreer. Werbegemeinschaft lehnt bisherige Konzeption nun als überholt ab. Anregungen aus der Stillleben-Aktion
„Ein Fest, dessen Ziel und Zweck das Fest selbst ist.“, so definierte Michael Koch, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Alter Bahnhof (WAB) das Bürgerfest, das die Menschen, Bürger, Vereine, Firmen und Organisation am 3. Juli auf dem „Stern“ nicht nur erleben, sondern auch selbst gestalten können und sollen.
Bei der Jahreshauptversammlung der WAB im Lokals „Thomas T.“, dem Clubhaus von Langendreer 04, hatte Schriftführer Bernd Leimann mit Zustimmung der Anwesenden die bisherige Konzeption des Festes als „überholt und für den Stadtteil nicht gewinnbringend“ bezeichnet. „Diese Feste sind alle ähnlich oder gleich“, wurde bemängelt.
Man hatte deshalb vorgeschlagen, alle kreativen Kräfte am „Alten Bahnhof“ zusammenzubringen statt das Angebot der Firma Cooltour anzunehmen, die das Fest gern wieder übernommen hätte. Den letztjährigen Veranstalter „Life event“ gibt es ja nicht mehr.
Es soll nun „ein Aufruf an alle ergehen, ein gemeinsames Bürgerfest am Stern zu veranstalten.“ Michael Koch nannte als Beispiel das äußerst gelungene Stillleben A40. „Egal wer, ganz gleich ob Mitglied oder nicht“, soll sich einen Tisch schnappen, zum Stern kommen und sich mit individuellen Vorschlägen einbringen.
Michael Koch regte an, dass im Kontext des WAB-Festes Firmen ihre Kunden einladen oder Betriebsfeste stattfinden könnten. Mit dem immer gut besuchten Gottesdienst könnte den Tag beginnen und das Fest dann wieder eigenen Charakter und Alleinstellung gewinnen.
Die zunächst überlegte Kooperation mit der katholischen St. Mariengemeinde wird - zumindest in diesem Jahr - nicht stattfinden können, weil die Gemeinde ihren 130. Geburtstag feiert. Die WAB musste sich also ohnehin neu orientieren. Der engagierte Pfarrer Tim Linder von der Freien Evangelischen Gemeinde hatte bereits signalisiert, dass er in Eigenregie ein Straßenfest an der Wittenbergstraße veranstalten wolle, falls das Fest der WAB ausfallen sollte.
Bernd Leimann und Michael Koch zauberten die Idee eines offenen Festes nach dem Stillleben-Beispiel gleichsam aus dem Zylinder. „Wir waren beim Marien-Gemeinderat eingeladen, um über das geplante Fest und die Zusammenarbeit zu sprechen.“ Auf der Rückfahrt von dieser Sitzung hatte die neue Idee im Gespräch erste Formen angenommen.
Vorgestellt und diskutiert wurde in der Versammlung auch die Anschaffung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung. Yvonne Schönell zeigte die Entwürfe einer beauftragten Spezialfirma. Es sollen nun noch weitere Vorschläge eingeholt, aber noch in diesem Jahr ein ausbaubares System angeschafft werden. So traf man sich mit einem Vertreter der Stadtwerke, die für diesen Zweck Laternensteckdosen sponsern wollen.
Die Vorstandswahlen wurden dadurch ein wenig getrübt, dass die langjährigen Vorstandsmitglieder Katja Wiebecke-Nötzel und Yvonne Schönell aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichten wollten. Michael Koch dankte den beiden Damen und ließ Blumen sprechen.
Anschließend wurden Koch (1. Vorsitzender), Frank Dagobert Müller (2. Vorsitzender), Lisa Grewe (1. Kassiererin), Norbert Kurtz (2. Kassierer) und Bernd Leimann (Schriftführer) en bloc gewählt. Damit hat sich die Zahl der WAB-Vorstandsmitglieder etwas reduziert. Die Wahlen erfolgten einstimmig.

0mitdiskutieren