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Nichts - dann von Bedeutung

25.01.2012 | 14:42 Uhr
Nichts - dann von Bedeutung
Zwischen Tristesse und Aggressivität pendeln die Flüchtlinge in dem Stück.

Langendreer.  Klasse 11 b der Rudolf-Steiner-Schule spielt Endzeit-Flüchtlingstheater in der ägytischen Wüste

Die Klasse 11b der Rudolf-Steiner-Schule verbindet zwei Bücher der dänischen Autorin Janne Teller miteinander, „Krieg“ und „Nichts“. In sehr persönlichen, von den Jugendlichen mitgestalteten Bühnenszenen suchen sie Antworten darauf, was im Leben wirklich zählt – fernab von Konsum- und Spaßgesellschaft in der unerbittlichen Realität des Krieges, als Flüchtling.

Es herrscht Krieg! Deutschland ist von Frankreich und Griechenland besetzt, es toben Guerillakämpfe. Wer kann, versucht ins Ausland zu fliehen und mit Schleppern übers Festland, oder abgewrackten Booten über das Mittelmeer nach Nordafrika zu gelangen. Hunderttausende verlassen das Land, viele von ihnen überleben die Reise nicht. In dieser verzweifelten Situation kommen mehrere deutsche Jugendliche in einem Auffanglager in Ägypten zusammen.

Innerhalb von etwa zwölf Wochen haben die Schüler ein angreifendes und provokantes Stück auf die Bühne gebracht, das auch mit einer ungewöhnlichen Kulisse aufwartet: auch der Zuschauer selbst wird in die Situation eines unbequemen Aufenthaltes in der Wüste versetzt. Ulrich Thon hat auf der Grundlage der beiden Bücher und nach den Wünschen der Klasse die einzelnen Rollen ausgeformt, die Texte geschrieben und dann auch Regie geführt.

Ein Jugendlicher der Gruppe stellt die Behauptung auf, dass nichts im Leben von Bedeutung sei. Die anderen treten den Gegenbeweis an: ein anfangs verzweifeltes Spiel endet in unerbittlichen Machtspielen, es zeigt, was solch eine zufällig entstandene Zwangsgemeinschaft aus Menschen machen kann, überall auf der Welt, zu jeder Zeit.

Eintritt frei, ab 14 Jahren, Freitag, 27. Januar, um 20 Uhr; Samstag, 28. Januar, um 20 Uhr; Sonntag, 29. Januar, 16 Uhr, Festsaal der Rudolf-Steiner-Schule, Hauptstraße 238

Stadtteilredaktion

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