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Neuer Kurs für "Seven up"

11.02.2009 | 16:12 Uhr

Langendreer. Das Fest „Bochum Seven up", dessen Schwerpunkt bekanntlich auf dem Musikprogramm von Rock bis Schlager lag, soll schon in diesem Jahr eine veränderte Ausrichtung und einen anderen Organisator bekommen.

Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Alter Bahnhof (WAB) bekannt gegeben. Mit dem bisherigen Veranstalter Cooltour, so war zu hören, sei „diese neue, familiärere Orientierung nicht möglich”.

Der neue Event-Manager Christian Schonefeld stellte den anwesenden Mitgliedern sich und einige Eckpunkte des neuen „Seven up” bei der Versammlung vor, die am Montagabend in der Gaststätte Hiby an der Baroper Straße stattfand.

Vorsitzender Michael Koch hatte schon bei der Begrüßung der knapp 30 Anwesenden seinen Vorstandskollegen und allen anderen Mitstreitern großes Lob gezollt für das Engagement im abgelaufenen Jahr. „Es gab sehr viele Sitzungen”, sagte er, und es sei viel gearbeitet worden.

Schriftführer Bernd Leimann bilanzierte ein erfolgreiches Jahr mit Herbstmarkt, dem enorm erfolgreichen Familiensonntag bei „Seven up”, der Stiefelaktion und der Weihnachtsaktion mit dem „Stern-Foto”. „Der Weg zur Meisterschaft ist noch weit”, sagte er jedoch, „und wir wissen, dass die Spielbedingungen härter werden.”

Lisa Grewe, wie Leimann vorher ohne jede Erfahrung in der Vereins- und Vorstandsarbeit, legte als Kassiererin eine lupenreine Abrechnung vor, die sogar einen deutlichen Überschuss auswies. Man habe sehr aufs Geld geachtet. „Es war nicht leicht”, witzelte Koch, „bei ihr Geld locker zu machen".

Das kommende „Seven up” wird eine eher familiäre, kulturellere Orientierung bekommen: Mit Künstlern vor Ort, die Ausstellungen und Lesungen an möglichst originellen Orten durchführen. Anwohner hatten sich zuletzt bei den WAB-Mitgliedern vor Ort beklagt, dass sie mit der aktuellen Ausrichtung des großen Festes unzufrieden seien.

Ein „Dorfmeister” (bzw. ein „Stadtteil-Schaffner”) soll nun in Kürze fest angestellt werden – unterstützt mit Geld aus dem Stadtteilwettbewerb, bei dem die WAB mit ihren Konzepten 6 000 Euro gewann (die WAZ berichtete). Weiteres Geld soll von der Arbeitsagentur fließen, denn man sucht einen Langzeitarbeitslosen im Alter von über 50 Jahren, der am Alten Bahnhof für Ordnung sorgen und die Klammer zwischen den Geschäften bilden soll. Er könne zum Beispiel am Ort auch Mitgliederwerbung betreiben. Der Mann wird noch gesucht.

Er könnte sich dann möglicherweise auch ein wenig um die Baumscheiben kümmern, auf die bislang eher die ehrenamtliche Mitstreiterin Lore Rexin ein Auge hatte. Sie erhielt - siehe Bild - vom WAB-Chef Koch einen großen Blumenstrauß – genauso wie Claudia Mattel vom Förderverein der Schule am Volkspark, weil sie sich bei zwei Festen sehr stark engagiert hatte.

Ach ja: Es wurde auch gewählt. Der Vorstand um Koch und Katja Wiebecke-Nötzel erhielt „in toto”, also komplett, erneut das Vertrauen der Mitglieder. Lediglich Ernst Graumann stand nicht zur Wiederwahl. Für ihn rückte Yvonne Schönell in den Vorstand, den Gisela Wulf, Bernd Leimann, Uwe Paulsen und Lisa Grewe komplettieren. Nach der Versammlung wurden – bei einem leckeren Büfett – noch viele Gespräche geführt. Eberhard Franken

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