Neuer Arnoldschacht lädt Firmen ein

Frisch saniert: der Arnoldschacht
Frisch saniert: der Arnoldschacht
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
RWE saniert Zufahrt ins Gewerbegebiet und übergibt sie an die Stadt, die sich neue Arbeitsplätze durch die Vermarktung der Fläche erhofft.

Werne..  Die Stadt ist um eine Straße reicher. Gestern übergab die Gesellschaft für Vermögensverwaltung (GfV), eine RWE-Tochter, den sanierten Arnoldschacht offiziell an Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Eine Schenkung. Rund 2,5 Millionen Euro hat sich der Energieversorgungskonzern die Erneuerung der Straße kosten lassen. „Damit haben wir das städtebauliche Sanierungskonzept von 1976 endlich zu Ende gebracht. Wir sind unseren Verpflichtungen nachgekommen“, so GfV-Geschäftsführer Georg Petrich stolz.

„Ich kann mich noch gut erinnern, wie es früher hier aussah“, bemerkt Ottilie Scholz im Rahmen der feierlichen Übergabe. „Das war eher eine Aneinanderreihung von Löchern als eine Straße.“ Verursacht durch den regen Verkehr in all den Jahren, wie Franz-Josef Drabig, Immobilienchef des Konzerns, anmerkt.

Doch der neue Arnoldschacht ist picobello: Fahrbahn, Parkstreifen und Gehweg wurden innerhalb von 13 Monaten komplett erneuert. Nur so könne man die Firmen einladen, sich hier niederzulassen, findet Drabig.

Zwar würden auf diesem Terrain nie wieder so viele Menschen einer Arbeit nachgehen wie noch zu goldenen Zechenzeiten, weiß Georg Petrich. Doch er sieht RWE auf einem guten Weg, einige neue Arbeitsplätze zu schaffen: „Wir führen viele Gespräche mit Interessenten, die hier ansiedeln wollen. Diese Gespräche werden wir jetzt vertiefen.“ Und so hofft Petrich, das derzeitige Brachland entlang des Arnoldschachts „möglichst schnell in industrielle und gewerbliche Nutzung führen zu können“.

OB Scholz lobt die gute Zusammenarbeit mit RWE

OB Ottilie Scholz lobt vor allem die gute Zusammenarbeit mit RWE. Sie hält den Arnoldschacht für ein bedeutendes Gewerbegebiet und hofft auf viele neue Unternehmen, die sich hier niederlassen. Es sei gut, dass in Bochum viel passiert, auch abseits der Opel-Fläche. Scholz: „Ich hoffe, dass auch hier Gutes entsteht.“

Einige Firmen sind bereits angesiedelt, allen voran ein Speditionsunternehmen, für dessen Lkw sich auf den Seitenstreifen genug Platz findet. Dafür mussten 55 Bäume weichen, die aber laut RWE eins zu eins ersetzt werden. 28 neue Bäume werden im Frühjahr dort gepflanzt, wo aktuell die Warnbarken stehen; dazu gibt es 27 Ersatzpflanzungen an anderer Stelle. „Dieser Auflage von seiten der Stadt werden wir selbstverständlich noch nachkommen“, verspricht Franz-Josef Drabig.