Minigolfer starten im Volkspark Langendreer in die Saison

Christian Hellmann und Michael Löhr vom BGSC starten in die Minigolf-Saison. Die Anlage im Volkspark Langendreer ist jetzt wieder geöffnet.
Christian Hellmann und Michael Löhr vom BGSC starten in die Minigolf-Saison. Die Anlage im Volkspark Langendreer ist jetzt wieder geöffnet.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Seit dem Wochenende kann auf der Anlage im Volkspark Langendreer wieder gespielt werden. Betreibender Verein plant Naubau seiner abgebrannten Hütte.

Langendreer..  Konzentration. Der Blick ist nach unten auf den bunten Gummiball gerichtet. Die Knie leicht gebeugt, Rücken grade. Eins, zwei, drei – den Schläger vor- und rückbewegen, um den idealen Abschlagspunkt zu finden. Nochmals volle Konzentration. Und Schlag. Bestenfalls rollt der Ball nun um die Hindernisse und plumpst in das Loch am Ende der nur wenigen Meter langen Bahn. Das wäre dann ein Ass – der Traumschlag eines jeden Minigolfers, ein „Hole in One“ beim „Groß-Golf“.

Davon wieder jede Menge zu sehen, hofft Michael Löhr vom Bahnengolf-Sport-Club (BGSC). Denn der Minigolf-Verein hat am Wochenende im Volkspark Langendreer wieder seine Pforten geöffnet und die Minigolf-Saison gestartet.

Auf den 18 Beton-Bahnen werden seit Samstag wieder perfekte Abschlagswinkel berechnet und Bälle über die Bahnen geschossen. Das miese Nieselregen-Wetter kann auch die eingefleischten Golfer nicht abschrecken. Kurz den Beton abflitschen und es kann losgehen.

„Minigolfen“, verrät Löhr, „das ist was für die ganze Familie. Man ist an der frischen Luft, die Bewegung tut gut und es ist zudem ein super Konzentrationstraining.“ Er selbst ist seit Jahren passionierter Spieler. Die Bahnen auf dem Platz kenne er in- und auswendig, er wisse genau, welchen Ball und welchen Schläger er zu benutzen habe.

Konzentration ist alles

Löhr hat hohe Erwartungen an die kommende Saison. Er hofft auf viele begeisterte Minigolfer, so dass die Finanzierung für das laufende Jahr gesichert ist. „Auch der gesetzliche Mindestlohn macht uns zu schaffen“, sagt er. Zur Zeit hat der Verein drei Angestellte auf 450-Euro-Basis und hofft, dass das so bleiben wird.

Der Brand im Juni 2013 und seine Folgen prägen das Gesicht des Geländes. Provisorisch hilft sich der Verein mit einem Container als Verleih- und Verkaufshäuschen aus. Auch ein Toilettenwagen ist aufgestellt worden, nachdem die Vereins-Hütte des Minigolf-Clubs durch Brandstiftung nach einem Einbruch zerstört wurde. 20 000 Euro Schaden waren dabei entstanden. Nur langsam gehen die Veränderungen für den Neuanfang voran. Das Fundament für die neue Hütte steht schon. „Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis alles wieder beim Alten ist“, sagt Löhr.

Er konzentriert sich nun auf die neue Saison und die Besucher, die in Scharen kommen sollen. „Wir sind eine der wenigen Attraktionen in Langendreer.“ Löhr will die Einheimischen in den Volkspark locken. „Außerdem haben wir die schönste Anlage in Bochum.“ Die Bahnen sind frisch gestrichen, die Hindernisse bemalt und bereit, bespielt zu werden.