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Kulturhauptstadt im Kleinen

26.04.2010 | 17:06 Uhr
Kulturhauptstadt im Kleinen

Langendreer. Kunstmeile mit viel Musik und vor zahlreichen Besuchern vor dem Amtshaus eröffnet

Auch der Stadtteil darf sich endlich als Kulturhauptstadt fühlen. Seit Samstag ist die Kunstmeile Langendreer 2010 eröffnet. Der Auftakt begann aber nicht etwa mit einer verstaubten Vernissage in irgendeinem Ladenlokal – Nein: bei strahlendem Sonnenschein hatten sich rund 150 Kunstbegeisterte vor dem Amtshaus auf dem Carl-Ossietzky-Platz eingefunden um die Kunst zu feiern.

Schon die Musik war alles andere als verstaubt: Herrlich unperfekt und mit einer ordentlichen Portion Rock bewegten sich „The Heroes“ mit Nirvana-Covern auf den Spuren von „Velvet Underground“. „Die Kunstmeile ist immerhin auch eine Chance für weniger bekannte Künstler“, betonte Bezirksbürgermeister Norbert Busche. Paul W. Möller als Ausrichter erinnerte an die sechsmonatige Vorbereitungsdauer und hieß schließlich Kulturdezernenten Michael Townsend willkommen. „Eine künstlerische, beispiellose Belebung des Stadtteils“, nannte dieser die Kunstaktion. Begleitet von Trompetenmusik wurde „Der Langendreerer“ und Kunstmeilen-T-Shirts vorgestellt, Erfrischungen wurden gereicht. Dann stürzten sich alle in die Kunstmeile zwischen dem Alten Bahnhof und dem Marktplatz.

„Ich hoffe ich schaffe es alle Kunstorte zu besuchen“, legte Busche seine Ziele dar. Schon allein damit dürfte er genug zu tun haben. Zusätzlich zu den festen Ausstellungen bereichern verschiedene, von den beteiligten Geschäftsleuten und Ausstellern selbst organisierte Kunstaktionen das Programm. So wurde am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Christuskirche die Ausstellung „Totentanz in Langendreer“ von Künstler Peter Beckmann eröffnet.

Am Samstag blieb wegen der Öffnungszeiten freilich nicht allzuviel Zeit über die Kunstmeile zu flanieren. Natürlich hatten einige Räumlichkeiten ihre Türen etwas länger offen. Der „InfoTreff Linie 310“ beispielsweise stellte den ganzen Nachmittag die Arbeiten des Künstlers Paul Mangen aus, danaben die Fotoausstellung „Meine Stimme für die neue Linie 310“. Immer wieder blieben die Menschen vor verschiedenen Schaufenstern stehen und schauten neugierig auf die ausgestellten Werke. „Es bleiben wirklich sehr viele Leute hier stehen und beschauen sich die Bilder“, bestätigte Sandra Folgmann von „Top-Hit Chemische Reinigung“. Das sonst eher schlichte Schaufenster wird nun geschmückt mit Werken gleich zweier Künstler vom Freien Malkreis Ruhr: Unterwasserlandschaften, Tiere und Pflanzen prangen hinter der Glasscheibe. Ob Aquarell und Acryll in der Bäckerei, Landschaftmalerei im Trekking-Laden oder Steinplastiken im Blumenladen, das Konzept Kunstmeile Langendreer scheint also aufzugehen.

Lutz Tomala

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Kommentare
27.04.2010
12:58
Kulturhauptstadt im Kleinen
von Langendreer-ist-nett | #1

Die Kunstmeile in Langendreer , eine Tolle Idee die mit einer guten Eröffnung und stimmigen Wetter einen guten Start hatte. Es lohnt sich über den Alten Bahnhof zu schlendern und sich die Ausstellung anzuschauen. Langendreer lebt!

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