Karneval beim MGV Cäcilia Werne – Habt Spaß, gebt Gas!

Auf die Stühle: Die Stimmungslieder der „Cäcilia-Pfeifen“ trafen den Nerv der bunt kostümierten Besucher.
Auf die Stühle: Die Stimmungslieder der „Cäcilia-Pfeifen“ trafen den Nerv der bunt kostümierten Besucher.
Foto: Wicho Herrmann
Was wir bereits wissen
Das Publikum nimmt die Aufforderung des Karnevals-Prinzen Thorsten vom MGV Cäcilia gerne an und geht beim Programm im Herz-Jesu-Saal richtig ab.

Werne..  „Ich wünsche Euch ganz viel Spaß, nehmt Platz und gebt Gas.“ Damit eröffnete Prinz Thorsten I. (Guse) den Saalkarneval des MGV Cäcilia 1900 Werne. Sein Vorschlag war Programm. Ob auf der Bühne oder unten im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Gemeinde: Die nächsten vier Stunden gerieten zur großen – auch mal satirischen – Party für das 200-köpfige Publikum und die rund 50 Aktiven.

„Ein schönes Fest. Wir haben viel Spaß“, brachte Besucherin Birgit Mattis die allgemeine Stimmungslage auf den Punkt. Als zum Finale die „Cäcilia-Pfeifen“ und Sänger Mike Slowikow mit bekannten Karnevalsschlagern für Stimmung sorgten, klatschten und sangen die Vermessungstechnikerin und ihre Freunde fröhlich mit. Denn: „Echte Fründe“ (De Höhner) und „Die Hände zum Himmel“ (Kolibris) macht mehr Spaß, wenn alle dabei sind.

Mattis, die als Kokospalme verkleidet war, fand Christian Hirdes mit seinem Lied „Tudiwodiwa“ (übersetzt: Tu die dort hin, wo die gelegen haben) ganz Klasse. „Der Auftritt der ,Cäcilia Funken’ mit ihrem Bochum-Lied war ebenfalls was besonderes.“

Stimmt! Beide Auftritte fanden großen Anklang. Kabarettist Hirdes verballhornte mit seinem Ohrwurm „Tudiwodiwa“ die ruhrdeutschen Ansage einer Mutter an ihr Kind, an der Kassenzone etwas Süßes wieder ins Regal zurückzulegen. Die „Cäcilia-Funken“ nahmen hingegen mit „Tief im Westen ..., kommt es dicker als man glaubt“ den örtlichen Zeitgeist satirisch aufs Korn. Das betraf das Musikzentrum oder auch das Aus für Opel.

Diese Feierlaune zog sich durch den ganzen Abend. Die Sänger des MGV Cäcilia begrüßten passend zum diesjährigen Motto „Eine Seefahrt, die ist lustig“ mit dem Shanty „Seemann, Deine Heimat ist das Meer“. Das Vereinigte Tambours Corps Werne legte nach mit „Viva Colonia“ und dem „Treuen Husar“. Bauchredner Sascha Berger und sein Kumpel „Kotzlowski“ wussten zu gefallen. Christian Hirdes heizte die Stimmung weiter an. Er parodierte dabei auch Heino mit einer eigenen Version von „Blau, blau, blau blüht der Enzian“.

Die Tanzgruppe Regenbogen und Annika Guse setzten tänzerische Glanzlichter. Büttenredner Torsten Dahlhaus sorgte mit seiner Parodie „Mensch, Du wirst alt“ für nachdenkliche Momente. Die „Cäcilia-Funken“ nahmen it „Ich mache ein Selfie“ kritisch die neue Kommunikationskultur mit dem Handy aufs Korn.