Kaltehardt stapelt tief
14.04.2010 | 17:42 Uhr 2010-04-14T17:42:00+0200
Langendreer. „Wir sind froh, die Play-off-Spiele zum dritten Mal hintereinander überhaupt erreicht zu haben“, fasst Andreas Potetzki, Sportlicher Leiter beim TuS Kaltehardt vor dem letzten Spieltag der Billard-Bundesliga zusammen. „Für uns ist das ein Riesenerfolg,“
Potetzki verweist darauf, dass man vor der jetzt auslaufenden Saison eine sehr unangenehme Entscheidung hatte treffen müssen. Sven Daske, der starke Hamburger, hatte noch nach Meldeschluss versucht, dem TuS den Rücken zu kehren. Das war verständlicherweise in Langendreer nicht mit Jubel aufgenommen worden. Obwohl man die Mannschaft damit erheblich schwächte, bewies man beim TuS viel Rückgrat und stellte Daske ins Abseits, der daraufhin weder beim TuS spielen konnte, noch bei einem anderen Bundesligisten.
Das war eine sehr weit reichende Entscheidung, denn der Hamburger Polizist zählt ganz sicher zu den stärksten Billardspielern der Republik. Man darf gespannt sein, bei welchem Verein der auf diese Weise Geschasste in der kommenden Saison spielen wird.
Beim TuS reduzieren sie derzeit alles auf die Play-off-Teilnahme. „Wir genießen es, dabei zu sein, um gegen den DBC Bochum die Halbfinalpaarung der Play-offs vom 08. Mai 2010 schon mal zu üben“, schreibt Andreas Potetzki und schätzt das Gefälle zwischen dem Titelverteidiger sehr zweckpessimistisch ein. „Uns ist völlig klar, dass unsere Chancen auf eine mögliche Überraschung bei maximal 1:100 stehen“, stapelt der Teamleiter extrem tief. Denn es ist eine Tatsache, dass die Langendreerer im Vorjahr den Meister schon einmal zumindest zum Wackeln gebracht haben.
Man könne nun, so der Sportliche Leiter weiter, „ohne Druck aufspielen, denn unser Saisonziel haben wir jetzt schon übertroffen.“ Man sei mit den Gedanken bereits jetzt bei der Planung der Saison 2010/2011, die wohl im Großen und Ganzen mit der aktuellen Mannschaft gespielt werden soll.
„Vielleicht können wir überraschenderweise noch einen interessanten Spieler verpflichten“, lässt Potetzki aber am Ende noch wissen. Und wer den Kaltehardter Teamchef kennt, weiß, dass er gerne hin und wieder noch das eine oder andere Ass in der Hinterhand hat. Das scheint auch in diesem Fall so zu sein. Direkt auf seine Formulierung angesprochen ist ein „kann schon sein“ die letzte Aussage.
Am Wochenende stehen nun die letzten Spieltage in der Bundesliga Mehrkampf an: Der TuS wird am Samstag, ab 14 Uhr, im Clubhaus an der Urbanusstraße gegen die Rekordmeister DBC Bochum mit Christian Jansen, Martin Benstöm, Raymund Swertz und Thomas Berger antreten. Am Sonntag, im letzten Spiel der Saison, beim Vizemeister, den Billardfreunden Weitmar 09, wollen die Langendreerer den Holländer Peter Volleberg statt dessen Landsmann Raymund Swertz einsetzen.

0mitdiskutieren