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Imagepflege im 7-Sterne-Stadtteil

22.02.2012 | 15:02 Uhr
Imagepflege im 7-Sterne-Stadtteil
Viel vor haben „Langendreer hat’s“ und auch die Geschäftsführung der Matrix mit dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Müser - Brauerei. Archivfoto: Horst Müller

Ost.„Langendreer hat’s“ heißt der neue Verein mit großen Zielen. Ende 2011 gegründet, will er seinen Kiez im Bochumer Osten als „7-Sterne-Stadtteil“ den Menschen auch über den lokalen Bereich hinaus schmackhaft machen und zudem die Entwicklung von Langendreer fördern. Über den jungen Verein und dessen Vorhaben sprach Eberhard Franken mit Hans-Hermann Brunholt, der schon seit den ersten Treffen interessierter Bürger mit dabei ist. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Karsten Höser, seinem „Vize“ Alfred Barczik und vielen anderen Ehrenamtlichen half er mit, das ambitionierte Projekt aus der Taufe zu heben.

 

Herr Brunholt, der Verein hat es mit der Zahl sieben. Wieso?

Langendreer war, vor der Reform der Postleitzahlen 1993, „Bochum 7“. Zudem setzt sich unser Stadtteil aus sieben Ortsteilen zusammen. Und wir haben auch gleich sieben Stärken: die verkehrsgünstige Lage mit Autobahn-Anbindung und besten Zug- und Busverbindungen. Da ist weiter die gute Einkaufsstruktur, sind das Gesundheits-, Unterhaltungs-, Freizeit- und Bildungsangebot: hier gibt es alle Schultypen, viele Sportvereine, mit dem Ostbad ein tolles Schwimmbad, die Matrix, den Bahnhof Langendreer. Und schließlich lebt hier ein offener, gerader Menschenschlag.

Warum nun dieser Verein?

Selbst vielen Bewohnern ist nicht bewusst, wie attraktiv Langendreer ist. Deshalb kommunizieren wir unsere Stärken nach innen und außen, damit unser Stadtteil profitiert. Ein Beispiel: Die Patienten des Knappschaftskrankenhauses kommen von überall her. Wenn sie von unseren Einkaufsangeboten erfahren und verstärkt nutzen, wird der Einzelhandel davon profitieren und kann sein Angebot weiter verbessern. Davon hat wiederum der Kunde einen Vorteil. So entsteht eine Win-Win-Situation.

Aber Langendreer hat nicht nur Stärken …

Klar. Wir haben zu wenig Baugrundstücke und so manchen Leerstand in den Geschäften. Es gibt, wie anderswo auch, soziale Problematiken. Auch die Risiken, wenn Opel mal zumacht, sind bekannt. Aber deshalb ja unser Stadtteil-Marketing: Wir können nur dann etwas positiv verändern, wenn wir aktiv werden.

Der Verein muss also noch Mitglieder gewinnen, um arbeiten zu können?

Das ist nicht ganz richtig. Natürlich möchte „Langendreer hat’s“ weitere Mitglieder werben, aber der Verein wird schon jetzt von vielen Menschen getragen. Am Anfang stand die Initiative von Paul Möller vom Stadtteilmagazin „Dorfpostille“ und anderen wie Karsten Höser. Wir wussten: Da sind viele, die nur allzu gern etwas für Langendreer tun wollen. Aber jeder wurschtelt alleine herum. Diese Menschen wollten wir an einen Tisch bringen. Als wir im Frühjahr 2010 unseren Aufruf starteten, kamen Bürger, Geschäftsleute, Unternehmer, Vertreter unserer Kirche und der Vereine, später auch der Parteien. Es kam zu mehreren Versammlungen, und ein Ergebnis war die Vereinsgründung.

Also bewegt sich bereits etwas?

Gewiss. Unsere Projektgruppen beschäftigen sich mit der Nutzung des historischen Müserturms am real-Markt und des brachliegenden Bahngeländes am ehemaligen Containerbahnhof. Wir wollen Bewohner mit Migrationshintergrund stärker einbeziehen, arbeiten an Stadtteilführungen und Möglichkeiten der Vermietung und Nutzung von Leerständen und vieles mehr. Schon jetzt gibt es eine Homepage www.langendreer-hats.de, aber wir sind für neue Ideen und Mitglieder immer offen.

Hans-Hermann Brunholt

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