Im Kindergarten fing alles an

Was wir bereits wissen
1975 taten sich junge Mütter zusammen und gründeten den Awo-Ortsverein Werne-Hellweg. Der 40. Geburstag wurde jetzt ausgiebig gefeiert.

Werne..  40-jähriges Bestehen – ein guter Grund zu feiern, dachte sich der Ortsverein Werne-Hellweg der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Und veranstaltete zum runden Geburtstag ein großes Fest im Bürgertreff des Ludwig-Steilhaus-Vereins. 65 Besucherinnen und Besucher kamen, um bei Essen und Trinken sowie bei Live-Musik von „Schatzi & „Die Schlagerpiratin“ kräftig Party zu machen.

Zu Beginn gab es auf Wunsch der Vorsitzenden Walburga Koschnik lediglich einen kleinen Festakt. Eckhardt Rathke, Kreisvorsitzender der Bochumer Awo, beglückwünschte die Mitglieder des Ortsvereins zum Jubiläum. „40 Jahre ist schon was“, merkte er unter Beifall an. Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche erinnerte an den langjährigen sozialen Einsatz der Frauen. „Ihr zieht mit und seid immer dabei“, erklärte sie mit Blick auf 30 Jahre Aktivitäten bei der Bürgerwoche-Ost.

Kurt Mittag, Vorsitzender des Ludwig-Steilhaus-Vereins, betonte: „Ihr Frauen seid ein beständiges Element der sozialen Arbeit vor Ort.“ Als Beispiele nannte er deren Bereitschaft, sich seit 40 Jahren für Mitmenschen einzusetzen sowie als Mitglied im Verein Verantwortung für den Bürgertreff zu übernehmen. Etwa bei den wöchentlichen offenen Gruppentreffen oder auch beim monatlichen Sonntagscafé.

Jubilarehrungen für 15 Frauen, die seit 40 Jahren dem Awo-Ortsverein angehören, setzten den Schlusspunkt unter den offiziellen Teil. Urkunde, Anstecknadel und eine Orchidee gab es als Auszeichnung, die die 13 Anwesenden gerne annahmen.

Mitsingen, -tanzen und auch miteinander klönen hieß es bei der anschließenden Feier. Für gute Laune sorgten Schlager von „Seemann, deine Heimat ist das Meer“, Andrea Bergs „1000 Mal belogen“ oder Tony Marschalls „Schöne Maid“, zu der eine Polonaise durch den Saal zog.

Gegründet wurde der Awo-Ortsverein Werne-Hellweg am 13. Februar 1975 durch die 2014 verstorbene Erzieherin Hilde Eckhardt. Da sie im ev. Kindergarten Anemonenweg arbeitete, scharte sie schnell einen Kreis junger Mütter um sich. „Wir hatten alle Kinder im Kindergarten“, erinnert sich Kassiererin Traudel Eisermann. In den ersten Jahren habe man viel miteinander gehäkelt und gestrickt. Treffpunkt war über Jahrzehnte die Rüsing-Schule. Eine Stippvisite im 2012 abgerissenen Ludwig-Steilhaus der ev. Gemeinde folgte. „Im Sommer 2011 zogen wir mit dem Ludwig-Steilhaus-Verein hierher in den Bürgertreff“, erklärt Schriftführerin Erika Kuschkowitz.

Koschnik übernahm 2002 den Vorsitz von Eckhardt. Für sie war das schönste an dem Jubiläumsfest, dass auch Frauen mitfeierten, die aus gesundheitlichen Gründen kaum noch das Haus verlassen können. Ihr Fazit zum Jubiläum: „Ein super Erfolg. Die Damen waren hin und weg von der Feier“.