Gemeindefest lockt Klein und Groß

Beim Gemeindefest in St. Bonifatius Langendreer probiert sich die siebenjährige Ayleen van de Sand im Kuhmelken.
Beim Gemeindefest in St. Bonifatius Langendreer probiert sich die siebenjährige Ayleen van de Sand im Kuhmelken.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Feier von St. Bonifatius hat in Langendreer Tradition. Drei Tage lang gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Viele Helfer packen mit an.

Langendreer..  Einmal im Jahr verwandelte sich die Wiese vor der St. Bonifatius-Kirche in eine große Spielstraße. Dann wissen alle: Es ist wieder Gemeindefest. Insgesamt zehn Stationen hat die Jugendgruppe der Gemeinde in diesem Jahr dort für die kleinen Besucher aufgebaut. Diese sammeln, ausgerüstet mit ihrem Spielzettel, Punkte beim „Minikegeln“, „Puck spielen“ oder „Kuh melken“.

Der Reihe nach hocken sich die Kinder neben die schwarz-weiß gefleckte Kuh aus Holz. Die sieben Jahre alte Ayleen van de Sand zieht kräftigt an den Gummizitzen. 30 Sekunden hat sie Zeit, den kleinen Eimer mit Wasser zu füllen. Je nachdem wie viel sie schafft, werden schließlich Punkte in ihrer Karte eingetragen und es geht zur nächsten Station.

Alle Spiele haben Mitglieder der Gemeinde gebastelt. „Die meisten davon habe ich selber als Kind schon gespielt“, sagt Christine Schlüter. Die Studentin ist eine der Jugendlichen, die die Spielstraße geplant haben und nun an den Stationen sitzen. „Das ist einfach super für die Kinder“, sagt Melanie Knollmann, die mit ihrer Tochter Mia da ist. Die Dreijährige ist als Katze geschminkt und hatte besonders viel Spaß auf der Hüpfburg.

Für viele ist das Gemeindefest am Wochenende nach Pfingsten Tradition. Hier trifft sich die Gemeinde, man kommt ins Gespräch und lernt sich kennen. Neben den Attraktionen für die Kinder, ist mit Kaffee, Kuchen, Currywurst und Reibekuchen auch für das leibliche Wohl besorgt.

Schon am Tag davor mussten 50 Kilo Kartoffeln geschält werden. Am Morgen dann alle Zutaten vermengt in die Eimer abgefüllt werden. Jetzt stehen Inge Kroschewski und Elisabeth Laufmöller am Bräter und machen aus geriebenen Kartoffeln die als „himmlische Reibeplätzchen“ bekannten Reibekuchen, deren Berühmtheit eine lange Schlange an ihrem Stand verursacht. „Das machen wir seit zehn Jahren“, sagt Kroschewski.

Als Mütter der Messdiener haben sie die Tradition begonnen und auf dem Weihnachtsmarkt gestanden. Wie die Damen und Jugendlichen helfen viele Gemeindemitglieder an diesem Wochenende, das Fest zu organisieren. Mit ihren Talenten tragen sie ihren Teil zu dem gelungen Fest bei. Als Ehrenamtskoordinatoren der Pfarrei Liebfrauen wollen Lisa Keilmann-Stadler und Sigrid Martin mit ihrer Talentbörse anderen Mut machen sich auch zu engagieren. „Es geht nicht darum, was gebraucht wird, sondern was der einzelne kann und wie er sich einbringen will“, sagt Martin.