Konzert
Frühling in der Christuskirche
01.03.2010 | 15:49 Uhr 2010-03-01T15:49:00+0100Mit Symphonien und Soli entführte das Sextett „Die Salonlöwen” bei ihrem Konzert die Zuhörer auf die grüne Wiese.
Langendreer. Musikstücke aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts und davor – egal ob Schlager, Operettenmelodien oder Oper – erfreuen sich einer großen Beliebtheit, vor allem wenn sie gelungen vorgetragen werden. Das zeigte der Auftritt des Salonorchesters „Die Salonlöwen” in der Christuskirche der Evangelischen Kirchengemeinde. Gut 200 Besucher kamen zu dem Konzert in der Reihe „KulTurm”. Sie gaben dem Sextett um den Langendreerer Werner Köhn nicht nur immer wieder Applaus zwischen den einzelnen Stücken. Sie verabschiedeten sie auch nach etwa 75 Minuten mit stehenden Ovationen.
Das Zusammenspiel stimmte
Elf Konzerte umfaßt das Programm zur „Kulturhauptstadt 2010” von KulTurm. Die nächste Veranstaltung steigt Samstag, 20. März, um 19 Uhr in der Christuskirche. Pianistin Elisabeth Luderer gibt ein Klavierkonzert. Der Eintritt ist frei. Karfreitag, 2. April, tritt um 19 Uhr der Chor „Die Gregorianika” mit sakraler Musik auf . Der Eintritt beträgt 15 Euro im Vorverkauf (immer freitagvormittags im „Café Komm”, Gemeindehaus Alte Bahnhofstraße 28).
Zu Recht! Die Profimusiker, die alle im Philharmonischen Orchester Hagen spielen, traten mit dem aktuellen Programm „Von schönen Frauen und tragischen Figuren” spielerisch perfekt auf. Dabei stimmte nicht nur das Zusammenspiel der Musiker, egal ob bei den Soli oder beim gemeinsamen Auftritt. Auch die fließenden Wechsel zwischen einzelnen Stücken bei den Potpourri sowie die Tempiwechsel gelangen.
La Traviata und West Side Story
Spielerische Höhepunkte beim Auftritt waren vor allem die beiden Potpourri zu der Oper „La Traviata” sowie zur Operette die „West Side Story”. Bei der Oper rund um die schöne Salondame Violetta Valéry wechselten die Musiker zwischen Tanzmelodien (vor allem Walzer) und symphonischen Beiträgen. Bei der „West Side Story” – der tragischen Liebe um Toni und Maria – gab es unter anderem Tango, Foxtrott und Jive zu hören.
Frühling für die Seele
Für die „geschundene” Seele der Zuhörer durch den langen und schneereichen Winter in diesem Jahr gab es darüber hinaus etwas. Das Sextett intonierte das Stück „Ein Frühlingshauch”. Im getragenen Walzertakt ging es da (ein wenig südlich verzaubert) – beim Klang von Geige und Klarinette als Oberstimmen – bildhaft durch grüne Wiesen und Gärten mit blühenden Blumen und Bäumen. Manch einer vermeinte selbst den lauen Wind zu spüren.
Geige brillierte
Als Zugabe spielten „Die Salonlöwen” das Potpourri „Rumänisch” von Jo Knümann, bei dem noch einmal Köhn mit seiner Geige brillierte. Wer nicht genug bekommt, kann unter www.die-salonloewen.de im Internet weiterhören. Im Herbst soll zudem die erste CD erscheinen, so Köhn.
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Immer wieder tolle Programme bei Kulturm ,