Flieger, grüß’ mir die Sonne

Fluglehrer und Vorsitzender Frank Bischoff mit Flugschüler Marvin (13) und Mutter Claudia Otto.
Fluglehrer und Vorsitzender Frank Bischoff mit Flugschüler Marvin (13) und Mutter Claudia Otto.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 800 Besucher lassen sich bei bestem Flugwetter vom „Schnuppertag“ des Modell-Flieger-Vereins Bochum/Wattenscheid zur Königsgrube locken.

Ost/Süd..  Schnupperfliegen, Flugshow und Modellausstellung: Mit einem bunten Programm startete der „Schnupperflugtag“ des Modell-Flieger-Verein MFV Bochum & Wattenscheid nahe der Zeche Hannover durch. Rund 800 Besucher aus ganz Bochum und Umgebung kamen bei strahlendem Sonnenschein, so dass die aktiven Vereinsmitglieder richtig viel zu tun hatten.

„Heute ist es perfekt gelaufen“, freute sich daher auch der Vorsitzende Frank Bischoff. Besonders gut sei das Schnupperfliegen im Schüler-/Lehrermodus mit den Schulungs-Segelfliegern des Vereins angekommen: „Wir konnten mit unseren fünf Lehrern rund 150 jungen und älteren Interessierten einen praktischen Einblick in unser Hobby ermöglichen.“ 2014 habe der Verein dadurch 40 neue Mitglieder gewinnen können, so Bischoff. Einen ähnlichen Effekt erhofft er sich nun wieder.

Wolfram Hense war einer der Lehrer. „Die meisten meiner Schüler waren begeistert“, zog er Bilanz. Für ihn war das Demonstrieren, wie man ein Flugzeug in der Luft hält und bewegt, ein persönliches Anliegen: „Zu selten hat man die Möglichkeit dazu.“ Vielleicht habe so der eine oder andere ein neues Hobby entdeckt.

Und die Schüler? „Zu Hause habe ich einen kleineren Modellsegelflieger, den ich auf den Ruhrwiesen starten kann“, erklärte Leonard (12) aus Stiepel vor dem Probeflug. Mit Papa Dirk (48) kam er, um nun einen Segler mit 1,80 Meter Spannweite zu fliegen.

„Das war echt cool“, freute sich Lennert aus Weitmar über sein erfolgreiches Schnupperfliegen. Er werde sich zu Flugstunden anmelden und wiederkommen, so der 13-Jährige weiter. Ein wenig Erfahrung hat auch er: „Zu Hause habe ich einen Quadrocopter, den ich auf dem Kirchplatz starten und landen lassen kann.“

Flugvorstellungen rundeten das Programm ab. Der 15-jährige Leonard Ratzki, der erst vor zwei Jahren mit diesem Hobby anfing, zeigte zusammen mit Günter Meise (63) und Bischoff, wie der Synchron-Flug mit Tiefdeckern (Elektromotor) geht. Dabei flogen die drei ihre Maschinen hintereinander über das Flugfeld. „Es hat großen Spaß gemacht, anderen mein Hobby zu präsentieren“, freute sich Leonard Ratzki.

Björn Hacke präsentierte seine Viper mit Impellermotor (sieht aus und funktioniert wie ein Düsenjäger). Mit einem Katapult ließ er den Flieger starten, der mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft sauste und wenig später wieder landete.

Rund 50 weitere Flieger stellten die Vereinsmitglieder aus: neben Segelfliegern und Doppeldeckern auch einmotorige Sportflugzeuge und Hubschrauber. Claus Behrens brachte einen großen Helikopter mit. „Die fliege ich heute lieber, weil es eine Herausforderung ist, sie zu steuern“, lachte der 53-Jährige aus Gevelsberg. „Das ist beim Flug so, als ob man einen Ball mit einem zweiten jongliert“, erklärte er zum Flugverhalten des Hubschraubers. Königsklasse eben.