Dorffest Langendreer ist wieder für viele ein Muss

Ob Hüpfburg, Bungee-Trampolin, Kisten-Klettern, Rollenrutsche oder Schminkstand: Kinder-Attraktionen stehen beim Sparkassen-Fest auf dem Marktplatz im Vordergrund – und bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.
Ob Hüpfburg, Bungee-Trampolin, Kisten-Klettern, Rollenrutsche oder Schminkstand: Kinder-Attraktionen stehen beim Sparkassen-Fest auf dem Marktplatz im Vordergrund – und bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Langendreerer zieht es wieder auf die Alte Bahnhofstraße und den Marktplatz, wo die Sparkasse 150. Geburtstag feiert. Leider Pech mit dem Wetter.

Langendreer.. Der Stadtteil hat’s nicht leicht: Noch immer zieht sich die Baustelle für die Straßenbahnlinien 302/310 durch den Ort und ein Labyrinth aus Bauzäunen säumt den Marktplatz. Um zu zeigen, dass sie noch da sind – hinter den Absperrungen – haben ansässige Geschäftsleute das Dorffest ins Leben gerufen, am Samstag fand es zum zweiten Mal statt. Dieses Jahr beteiligte sich auch die Sparkasse, die anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens etwas zu feiern hatte.

Dorffest, der Name kommt schlicht vom Langendreerer Ortsteil Dorf, rund um die Alte Bahnhofstraße. Passender könnte der Name nicht sein: Von den Ständen der Geschäftsleute bis zum Kinderparadies der Sparkasse auf dem Marktplatz, alles hatte den Flair eines familiären Festes auf dem Dorf, wo jeder jeden kennt und alle gemeinsam mit anpacken.

Wie zum Beispiel die Bühne, aufgebaut auf der Ladefläche eines Transporters, wo auch Norbert Büscher mit seiner Band „Gipsys“ auftrat: „Langendreer ist eine große Gemeinde, da hilft jeder jedem – zumindest hier im Dorf“, schwärmt der ortsansässige Musiker. Seine Kollegen von der Band „LA West“ tragen ihre Herkunft aus dem Ortsteil schon im Namen. Sie beschallen die Alte Bahnhofstraße, ausgerüstet mit Mundharmonika, Gitarre und Tambourin, mit Countryklängen.

„Für uns ist das ein Familienfest“, sagt Carsten Stadie von der Sparkasse Langendreer. Deshalb habe sich die Sparkasse auch dazu entschieden, vor allem für die Kleinen was zu bieten: Ein Trampolin, eine Bierkistenrutsche, ein Schminktisch und viele andere Stationen bildeten eine kleine Mini-Kirmes auf dem Marktplatz. Drei Kindergärten engagierten sich auch vor Ort – der Umsatz, den die Sparkasse am Verkauf von Bier und Bratwurst macht, kommt ihnen zugute.

Im Kern hat das Dorffest wirtschaftliche Gründe: „Seit es die Baustelle hier am Markt gibt, ist die Laufkundschaft bei uns gleich null“, sagt Gastwirtin Silvia Braun aus der Markt-Börse. Das Fest soll da Abhilfe schaffen: „Wir wollen ja zeigen, dass wir trotz Baustelle da sind“, sagt die Wirtin. Aber seit dem ersten Fest im September, sagt Braun, habe sich da noch nicht wirklich was getan. „Wir müssen trotzdem dranbleiben“, findet sie.

Es mag wohl am wechselhaften Wetter liegen, dass die Resonanz auf das Fest überschaubar blieb – das sieht auch Silvia Braun so. „Schade, aber ich denke, dass der Stadtteil vom Fest profitiert“, sagt Dominik Hartmann. Er flaniert mit seiner Freundin Melanie Kolber über die Alte Bahnhofstraße, vorbei an den zahlreichen Ständen der ansässigen Händler, einer Straßenauktion und den Bands aus der Nachbarschaft. Der Selfmade-Charme des Dorffests gefällt Melanie Kolber besonders: „Ich find’s heimisch“, sagt sie. „Is’ halt Langendreer.“