Cäcilia-Narren starten durch
18.11.2009 | 14:30 Uhr 2009-11-18T14:30:00+0100Prinzenkür im Pfarrsaal: Robert I. Meier löst Michael II. Seidensticker. Motto: „Reise in das All”.
Wicho Herrmann
Werne. „Cäcilia Helau! Bochum Man Tau!”: Der Cäcilien-Karneval in Herz Jesu Werne hat mit Robert I. (Meier) einen neuen Prinzen für die Session 2010. Er löst Michael II. (Seidensticker) ab, der in 2009 mit seinem Wahlspruch „Kultur anne Ruhr” regierte.
Bevor Robert I. jedoch seine Amtsgeschäfte im Pfarrheim am Hölterweg aufnehmen konnte, mußte Prinz Michael II. - schon traditionell - zunächst mal abdanken. Cäcilia-Geschäftsführer Reimund Strömer übernahm dabei die Abnahme der Insignien. Gemeinsam mit Prinzen- und Elferratsausbilder Hermann Schremp überreichte er dann dem neu gewählten Prinzen Kette, Krone, Umhang und Zepter.
In seiner Antrittsrede ging Robert I. fröhlich reimend nicht nur auf sein Motto für 2010 „Reise in das All” ein. Er machte auch deutlich, dass er als alter Werner Jung (obwohl in Harpen wohnend), immer gern einspringe, wenn Not am Manne sei. In diesem Fall hatte ihn Prinz Michael II. - „die Prinzenmütze schwingend” - gerufen.
Prinz Robert I. setzte außerdem mit seiner Proklamation auch den alten Elferrat wieder ein. Dieser legte eine einjährige Pause ein, da der Amtsvorgänger einen eigenen Elferrat mitbrachte. Im Elferrat sind nun lauter ehemalige Prinzen: Michael II., Stephan I. (Seniecki, 2008), Markus I. (Kötter, 2007), Charly I. (Waga 2006), Meinolf II. (Waga, 2004), Carsten I. (Kafka, 2003). Hinzukommen die Prinzen Lars, Torsten und Marco. Mit dem Cäcilien-Karneval kennt sich der neue Prinz ebenfalls aus: von 2003 bis 2008 saß er selbst im Elferrat. Zum Motto erklärte Robert I., dass er ein großer Fan der alten „Star Wars”-Filme sei.
Die Prinzenkür umrahmten mit standesgemäßen Einlagen Büttenredner Norbert Kiese sowie musikalisch die Ruhrunken. Der 31-jährige eröffnete zugleich die Session für den gesamten Bochumer Osten in 2010. Sie reicht bis Aschermittwoch am 17. Februar 2010.
Einige Termine für alle kleinen und großen Närrinnen und Narren stehen zwar schon fest (s. Kasten). Sie stehen jedoch von Seiten der Bezirksvertretung Ost unter einem Finanzierungsvorbehalt, weil das Stadtteilparlament wegen des nicht genehmigten Haushaltes für 2009 derzeit keine freiwilligen Leistungen tätigen kann. Der Karneval gehört ebenso dazu wie die Bürgerwoche Ost 2010.

10:01
Mit Kommentaren dieser Art war zu rechnen. Schön wäre natürlich, wenn ein solcher Kritiker sich auch in seiner Person zu erkennen gibt.
Dem Ablauf dieser Proklamation sind in der Tat einige gewisse Fehler in der Organisation vorzuwerfen. Es hat mir zum Antritt meines Amtes, direkt zum Beginn der Session aufgezeigt, mich im Verlauf dieser sicher nicht mehr auf Zusagen und Bestätigungen zweifellos zu verlassen. Natürlich ist es mir nicht nur an dem Abend peinlich gewesen, den Start meiner Rede zu finden.
Wer sich allerdings schon einmal selbst vor einem erwartungsvollen Publikum gestellt hat, wird mir beipflichten können, dass gerade die Einleitung die größte Hürde ist. Und wenn man dann in eine Situation „geschubst“ wird, die so nicht besprochen und verabredet war, in der keinerlei Absprachen und Vorbereitungen eintraten, in der durch diese Unstimmigkeiten eine gewisse Unruhe auch in den 11er-Rat gebracht wird und welche zudem unnütz von Teilen des Publikums lautstark gestört wird, dann bitte ich die aufgetretene Anlaufschwierigkeit zu entschuldigen. Ich bin mir sicher, dass ich mich noch halbwegs aufrichtig aus der Situation hangeln und meine Rede ausführen konnte. Wobei mich ein provokatives Vorhalten meiner Rededokumentation darin sicher NICHT bestärkt hat. Auch dem stärksten Kritiker dürfte nach verpatztem Anlauf aufgefallen sein, dass diese Dokumentation nicht mehr nötig war!
Auch wenn sich mir selbst an diesem Abend leider ein gewisser Zweifel ergeben hat, ob organisatorische Teile des Vereins zu selbstverständlich und eingefahren gehandelt haben, schaue ich positiv gestimmt und voller Tatendrang in die Zukunft meiner Session. Frei nach dem Motto: „Es kann alles nur noch besser werden!“ ;-)
Cäcilia Helau und Bochum Man Tau!
Prinz Robert
19:52
War der Verfasser des Artikels eventuell selber nicht anwesend?
Das war die schlechteste Proklamation der letzten 10 Jahre. Ein Prinz der seine Rede vergessen hatte unglaublich schlechte Musik (das fanden wohl auch die Lautsprecher die dann ihren Dienst verweigerten) zu guter letzt war auch noch das Bier alle...alles sehr peinlich.