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Auf den Spuren von Christo

02.03.2010 | 11:00 Uhr

Gut verpackt reist das Kriegerdenkmal vom historischen Friedhof auf eine Ausstellung nach Hattingen; auf Kosten des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe.

Laer/Werne. Nicht Christo und Jeanne-Claude waren am Werk auf dem historischen Friedhof und heutigen Park an der Dannenbaumstraße, sondern die Techniker des Industriemuseums im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Sie wickelten das Kriegerdenkmal von 1901 in Folie, um es für den Transport zu schützen. Das 3,5 Tonnen schwere Sandsteindenkmal wurde auf einen Lkw gehoben und nach Hattingen gebracht. Nach einer vorsichtigen Restaurierung, bei der die Schäden durch den „Zahn der Zeit” aber nicht komplett verdeckt werden sollen, wird es ab März nächsten Jahres in der Ausstellung „Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen” zu sehen sein, die der Landschaftsverband in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 im Industriemuseum Henrichshütte Hattingen vom 12. März bis 31. Oktober veranstaltet.

Stellenwert von Denkmälern gewandelt

Deutlich sieht man die Spuren, die der Tahn der Zeit" am Denkmal hinterlassen hat.

Das 2,70 Meter hohe Denkmal erinnert mit einer Darstellung von Kriegern im Gefecht an die 1870/71 im Krieg gegen Frankreich gefallenen Soldaten der Gemeinde Laer. Im Bereich Kriegshelden wird es als Exponat eine zentrale Stellung einnehmen. „Symbole spielen in diesem Bereich eine wichtige Rolle. Das Bochumer Denkmal ist mit der Darstellung von Opfertod und Kameradschaft, mit einer Fahne und einer stilisierten deutschen Eiche sehr typisch für die Symbolik, mit welcher der einfache Soldat damals als Held des Krieges und der Nation gefeiert wurde. Außerdem zeigt das Denkmal, dass vor kurzer Zeit mutwillig beschädigt worden ist, wie sich der Stellenwert von Kriegshelden in unserer Gesellschaft gewandelt hat”, erklärt Aiko Wulff vom LWL-Industriemuseum, der nun den ganzen Ausstellungsbereich konzipiert.

DerWesten

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