Am liebsten baut er Narrenschiffe
04.02.2008 | 16:35 Uhr 2008-02-04T16:35:04+0100Doppelte Ehrung für Urgestein Hans Slominski
Ost. Bezirksvorsteher Norbert Busche und Petra Lohof vom Festausschuss Bochumer Karneval überreichten Hans Slominski beim Sturm auf das Amtshaus Langendreer einen Karnevalsorden für seine langjährigen Verdienste. Und am Samstag ehrte ihn die Cäcilia für seinen 50-jährigen Einsatz im Karneval von Herz Jesu.
Slominski ist ein echtes karnevalistisches Urgestein. Der 72-jährige weiß noch, wie alles anfing: "Als ich 1958 geheiratet habe, hat mich Friedel Humpert von Cäcilia gleich in seinen Chor geholt." Als gelernter Dekorateur landete er schnell beim Karneval - vor allem, weil er einen Saal zum jeweiligen Jahresthema herrichten konnte. "Wir feierten damals in der Gaststätte Berg am Werner Hellweg", erinnert sich der Werner Junge, der bis heute für die Dekoration zuständig ist, also auch für das diesjährige Piratenschiff.
Das Thema Schiff hat ihn immer fasziniert. Als seine spannendste Arbeit in den 50 Jahren nennt er deshalb auch das komplette "Narrenschiff", das er einmal bei Berg gestaltete (und auf dem er dann mit seinen Sangeskameraden auftrat). Den Chor hatte Slominski anno 1960 zusammen mit dem verstorbenen Josef Bertram gegründet. Das heute unter dem Namen Ruhrunken bekannte Ensemble hieß anfangs aber gar nicht so. Erst ein Auftritt beim Dortmunder Karneval 1964 führte dazu. Slominski: "Josef und ich ergänzten uns gut. Er spielte die Melodien ein, und ich textete." Die Stücke sind bis heute immer Kritik an Politik und Zeitgeschehen.
Anfangs waren die Ruhrunken neun Leute. Später wurden es zwölf, die gut zu tun hatten. Stolz meint Slominski : "In mancher Session hatten wir außer bei Cäcilia bis zu 20 Auftritte, unter anderem in der Westfalenhalle und beim Großen Bochumer Karneval im Stadtparkrestaurant." WH

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