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Benefizkonzert

Alpine Höhen und Pumpernickel

30.10.2012 | 18:15 Uhr
Alpine Höhen und Pumpernickel
Direkt vom Bus zur Probe: Auch beim Singen ist das „Warm Up“ wichtig.Foto: Eberhard Franken

Langendreer  Benefizkonzert in der Pauluskirche mit Züricher Vokalensemble

. Kostenlos und köstlich klingend war der „Höhenrausch“, den die Zuhörer beim Benefizkonzert für den Förderverein in der Pauluskirche erleben durften: Das Züricher Vokalensemble „TONanTON“ war nach Langendreer gekommen, um die Gäste sowohl in alpine als auch stimmliche Höhen mitzunehmen.

Dabei präsentierte das 21-köpfige Ensemble eine interessante Mischung: Man sang Stücke von Johannes Brahms aus dem Siebten Heft der Deutschen Volkslieder und gab Fanny Hensel Mendelssohn breiten Raum, die als ältere Schwester von Felix Mendelssohn oft unterschätzt wird. „Ihre Werke“, so hieß es auf dem Programmzettel von TONanTON, „greifen harmonisch oft über die ihres Bruders hinaus.“

Dass Dirigenten selbst als Solisten glänzen, ist sicher nicht allzu häufig. Luiz Alves da Silva, der musikalische Leiter des Züricher Chores, wird schon auf dem Programm als Bariton geführt und zeigte an diesem außergewöhnlichen Abend, dass auch Schweizer des Portugiesischen mächtig sind: Der aus Südamerika stammende Dirigent überzeugte mit einer Reihe bekannter brasilianischer Lieder wie beispielsweise „Uirapuru“, „Boi bumba“ und „Acalanto da rosa“.

Daniel Schnurrenberger überzeugte am Klavier

Pianist Daniel Schnurrenberger war ihm dabei ein ebenso einfühlsamer wie sicherer Begleiter. Zum Abschluss machten die Musiker auch noch einen kleinen Abstecher in den englischen Sprachraum. Sie sangen „False Love“ und weitere Stücke aus dem Werk von Sir Edward Elgar für Chor und Klavier „From the Bavarian Highlands“.

Erst kurz vor dem Konzert waren die Sängerinnen und Sänger vor dem Gotteshaus mit Koffern aus dem Reisebus gestiegen und direkt zum Einsingen in die Kirche geströmt. Ganz professionell und diszipliniert verlief dieses „warm up“, bevor man dann zum Umziehen in den benachbarten Kindergarten hinüber wechselte.

Die Zuhörer – und ganz besonders natürlich Irene Rauh - waren begeistert von den Darbietungen ihrer Gäste. Sie alle wurden im Anschluss an das Konzert vom Förderverein zu kleinen Köstlichkeiten für den Gaumen eingeladen. „Einige der Gäste“, sagte Gastgeber Werner Rauh, „hatten tatsächlich noch nie Pumpernickel probiert.“

Nach den Snacks in der Kirche zogen alle Schweizer Gäste zur Hörder Straße, wo man bei Irene und Werner Rauh noch bis Mitternacht zusammensaß. Der Bus mit den Zürichern und der Familie Rauh nahm am Sonntag um acht Uhr in der Frühe noch Kurs auf Essen: Dort besuchte man noch gemeinsam die Zeche Zollverein, bevor die Musiker wieder in die Heimat aufbrachen.

Von Eberhard Franken



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