Afrikanischer Tanz bringt neuen Schwung

Nago Koite zeigt der Gruppe, wie man in seinem Heimatland Senegal tanzt. Die Teilnehmer – und auch er selbst – haben großen Spaß daran.
Nago Koite zeigt der Gruppe, wie man in seinem Heimatland Senegal tanzt. Die Teilnehmer – und auch er selbst – haben großen Spaß daran.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Workshop beim TV Frisch-Auf Altenbochum begeistert die Teilnehmer. Zu Trommel-Rhythmen legen sie los und lassen das Bonhoeffer-Haus beben.

Altenbochum..  Melodische Trommelklänge erfüllen die geräumige Halle, von den Decken hängen rötlich schimmernde, durchsichtige Tücher. Sidy Koite spielt gekonnt auf einer westafrikanischen Djembe-Trommel, während sein Bruder Nago Koite einen traditionell afrikanischen Gesang anstimmt. Zu dem Takt der rhythmischen Musik beginnen sich 13 Hobby-Tänzer in farbenfroher Kleidung im Takt zu bewegen. Erst leichte Schritte im Takt der Musik zur Seite, dann kommen auch die Arme in fließenden Bewegungen zum Einsatz.

„Wer sich bewegen kann, kann auch tanzen“ lautet ein afrikanisches Sprichwort.Und so freut sich auch Veranstalter Hampar Sarafian, dass der außergewöhnliche Tanzworkshop im TV Frisch – Auf Altenbochum so gut angenommen wird. „Hier kann jeder mitmachen, es gibt keine Einschränkungen“, so Sarafian. Um bei dem Kurs mitzumachen, sind die Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist.

Das liegt nicht zuletzt an dem erfahrenen Tanzlehrer Nago Koite, der in Europa und seiner Heimat, dem Senegal, unterrichtet. „Die Musik liegt bei uns in der Familie. Auf diese Weise geben wir unsere Tradition weiter. Afrikanische Tänze reinigen die Seele und geben neue Energie“, schwärmt Kiote mit einem breiten Lachen im Gesicht von seiner Kultur.

Die Trommelmusik ist mittlerweile schneller geworden und kündigt mit ständig wechselnden Sequenzen neue Tanzschritte an. So steigern auch die geübten Hobby-Tänzer das Tempo. Die Arme nach vorne schwingen, die Fersen abwechselnd nach vorne aufstellen und dabei noch die Hüften im Takt bewegen lassen. Bei diesem Tanz wird der ganze Körper gefordert. „Wenn man diese Choreographie erstmal kann, macht es richtig Spaß. Kein anderer Sport konnte mich bisher so faszinieren“, zeigt sich Ulrich Koch (46) als einziger Mann im Kurs begeistert.

Auch die Kölnerin Ulrike Schilling (57) ist von dem Workshop überzeugt: „Es ist großartig. Der Tanz ist sehr traditionell und mit erdigen Bewegungen. Durch die Trommelmusik wird die Energie auf uns übertragen. Und nebenbei tut man so etwas für seine körperliche Fitness, der Tanz ist sehr gut für den Rücken.“ Wenn ein Schritt mal nicht richtig ausgeführt wird, ist Lehrer Koite sofort zur Stelle. „Wir fühlen uns hier sehr gut aufgehoben. Nago achtet immer darauf, dass die Bewegungen richtig sitzen“, freut sich Teilnehmerin Birgit Koch (47).

Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen der Lautstärke

Veranstalter Hampar Sarafia ist mit dem Ablauf des Workshops zufrieden. „Nur leider gab es eine Beschwerde über die Lautstärke der Trommeln aus der Nachbarschaft. „Wir laden jeden ein, hier mitzumachen, dann wird die Musik vertrauter. Es geht ja auch darum, voneinander zu lernen und um einen Austausch der Kulturen.“