Ärger um eingeworfene Scheiben in Bochum-Werne

Bei der Maschinenbau-Firma Elco werden ständig die Scheiben eingeworfen – mit teils faustdicken Steinen, die am benachbarten Wegesrand liegen.
Bei der Maschinenbau-Firma Elco werden ständig die Scheiben eingeworfen – mit teils faustdicken Steinen, die am benachbarten Wegesrand liegen.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Betreiber der Maschinenbaufirma Elco in Werne beklagen Vandalismus. Belohnung ausgesetzt.

Werne..  Wenn Scherben wirklich Glück bringen – die Auftragslage der Maschinenbaufirma Elco an der Von-Waldthausen-Straße in Werne müsste überragend sein. Von zerbrochenem Glas hat man dort mehr als genug. Leider. Denn seit einiger Zeit werden hier immer wieder die Fabrikfenster mit Steinen eingeschmissen. Sehr zum Ärger von Geschäftsführerin und Immobilienbesitzerin Elke Kowall, die in erster Linie aber nicht den Schaden sieht, sondern sich vor allem um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter sorgt.

Mitte Mai fing es an, dass – zum Glück meist erst nach Feierabend – mit teils faustdicken Steinen, die am Wegesrand des benachbarten Parks liegen, die Scheiben eingeschmissen wurden. „Nicht auszudenken, was passiert, wenn dies bei laufendem Betrieb geschieht. Dann schweben unsere Angestellten in Lebensgefahr“, sagt Elke Kowall. „Wir sind hilflos“, sagt ihr Mann Jürgen, der als Technischer Leiter bei Elco arbeitet. Von der Stadt, der das renaturierte Grundstück nebenan (früher Teerpappenfabrik Raschig) gehört, fühlen sich die Kowalls im Stich gelassen: „Haben wir Probleme, kommt keiner raus. Aber wir mussten die Dachrinnen erneuern, damit sich der Gehweg nicht auswäscht.“ Auch ein Brief an OB und Grünflächenamt blieb unbeantwortet.

Immerhin: Für diese Woche kündigte die Stadt an, sich die Lage vor Ort einmal anzuschauen. Ob dem Wunsch der Kowalls entsprochen wird, das Gefahrenpotenzial zu minimieren und die Steine mit Sand zu bedecken, bleibt abzuwarten.

Überwachungskameras und ein Wachdienst sollen abschrecken

Abwarten und tatenlos zusehen, wie die nächsten Scheiben eingeschmissen werden, wollten die Kowalls indes nicht. Man begann damit, Kunststofffenster zu installieren, brachte Überwachungskameras an und engagierte einen Wachdienst. „Seither ist es ruhiger geworden“, sagt Jürgen Kowall, der dem Braten allerdings noch nicht so recht traut. Für Hinweise, die zu einer Überführung der Täter führen, setzt er eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus (Kontakt: Tel. 3 25 93 20).

Einen kleinen Fahndungserfolg erzielte die Polizei immerhin: Zwei Kinder, 11 und 13 Jahre alt, wurden erwischt. Sie wollen aber nur auf die ohnehin schon kaputten Fenster geworfen haben. Ein Phänomen, das die Polizei nur zu gut kennt. Pressesprecher Volker Schütte: „Wenn schon einige Fenster kaputt sind, lockt das leider Nachahmer an.“