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20 Jahre – und kein bisschen leiser

14.11.2012 | 14:51 Uhr
20 Jahre – und kein bisschen leiser
Proben für das Geburtstagskonzert: Gitarrist Thomas Luig haut in die Saiten, im Hintergrund Bassist Thomas Ott und Gitarrist Harry Hehmann (v.r.).Foto:Ute Gabriel

Langendreer.   Rockband „Hans ‘n’ Roses“ feiert runden Geburtstag mit vielen Freunden

Okay, sie sind ein wenig in die Jahre gekommen. „Aber kein bisschen leiser“, versichert Thomas Luig (49) und tritt Sekunden später lautstark den Beweis dafür an. „Lou“ haut in die Saiten seiner Gitarre, Harry Hehmann (48), der zweite Gitarrist, steigt mit ein. Thomas Ott (51) zupft den Bass und Hans Mageney (49) bearbeitet sein Schlagzeug, während Martin Oberste-Beulmann (47) die ersten Textzeilen von „Schlaraffenland“ ins Mikro röhrt. Und die Probe der Bochumer Band „Hans ‘n’ Roses“ nimmt Fahrt auf.

Auf 20 Jahre Bandgeschichte blicken die Jungs inzwischen zurück. Und das wird gefeiert: Am kommenden Samstag, 17. November, um 19 Uhr treten „Hans ‘n’ Roses“ zusammen mit befreundeten Musikern im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius Langendreer, Bonifatiusstraße 21c, auf.

Angefangen hat alles 1974, lange vor Bandgründung: Hans und „Lou“ drückten gemeinsam die Schulbank in der heutigen Kästner-Gesamtschule, freundeten sich an und entdeckten die Musik für sich. Nach einer gemeinsamen Zeit in der Band „Skepsis“ entstand 1992 in einem Biergarten die Idee, eine eigene Band zu gründen. „Uns fiel nur kein passender Name ein“, erinnert sich Thomas Luig. Der „flog“ ihnen dann bei einer Probe zu: Die Band spielte „Knockin’ on heavens door“ im Stile von Bob Dylan, Drummer Hans jedoch à la Guns ‘n’ Roses – schon waren „Hans ‘n’ Roses“ geboren.

Band hat einen eigenen Tontechniker

Und die rocken nun seit zwei Jahrzehnten durch Bochum – oft im Osten, mal in der Gerther „Kitsch-Bude“ oder auch in Stiepel, wo sie ihren Probenraum haben. Dort, wo es nach Fiege-Bier riecht und Plakate von den Stones oder The Who die Wände zieren, üben „Hans ‘n’ Roses“ Woche für Woche Coversongs ihrer Idole ein. Aber auch viele eigene Stücke. Alles perfekt abgemischt von Darek Chmara (44). Lange Zeit Fan der Band, stieß er 2003 zur Truppe. „Ein eigener Tontechniker – um Darek beneiden uns viele Bands“, weiß Sänger Martin.

Über Groupies „schweigt die Nacht“

Auf Groupies angesprochen, verstummen die sonst so redseligen Musiker ein wenig. Gitarrist „Lou“ antwortet mit dem Titel eines eigenen Liedes: „Darüber schweigt die Nacht“... Für die Jungs allerdings ein willkommener Anlass, ein Loblied auf die eigenen Frauen zu singen: „Ihnen gebührt unser Dank. Sie stehen voll hinter der Band, sonst würde es uns vielleicht gar nicht mehr geben.“ Davon ist allerdings nicht auszugehen, denn der Nachwuchs steht in Person von „Lous“ Sohn Jasper (12) bereits in den Startlöchern. Der Papa lacht: „Dann heißt es in ein paar Jahren vielleicht ,Sons ‘n’ Roses’...“

Gernot Noelle



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