Land fördert Bochumer Symphonie mit 7 Millionen
28.12.2010 | 13:37 Uhr 2010-12-28T13:37:00+0100
Bochum.Die Landesregierung unterstützt die Bochumer Initiative für ein Musikzentrum im Viktoria Quartier mit Fördergeldern in Höhe von sieben Millionen Euro. Dadurch rückt die Realisierung des geplanten Konzerthauses wieder in greifbare Nähe.
Bochum soll ein Konzerthaus als offenen Veranstaltungs- und Aktionsort erhalten. Dafür haben private Spender im Rahmen der Stiftung Bochumer Symphonie bereits 14,3 Millionen Euro zusammengebracht. Nun legt das Land noch sieben Millionen Euro dazu. 6,5 Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln, eine halbe Million steuert die Landesregierung aus dem Kulturetat bei.
Das Musikzentrum soll funktional mit der Marienkirche verbunden werden und für Proben und kleinere Veranstaltungen der Bochumer Symphoniker zur Verfügung stehen. Darüber hinaus soll es für Projekte der kulturellen Bildung, für Konzerte der Musikschule, der geplanten „Zukunftsakademie Interkultur“ und andere im Kreativquartier angesiedelte Akteure genutzt werden.
Herzstück des Kreativquartiers
„Das neue Konzept schafft ein allen Sparten und Akteuren zugängliches, offenes Zentrum, das zum Herzstück des im ViktoriaQuartier entstehenden Kreativquartiers werden wird. Damit erhalten auch die Bochumer Symphoniker endlich die lang ersehnte, ihren Bedürfnissen entsprechende Spielstätte“, erklärte Kulturministerin Ute Schäfer.
Das Orchester werde hier zu einem Kernelement eines innovativen Projektes, das eine neue Rolle der klassischen Musik im Kulturleben einer Stadt erprobe, sagte die Ministerin weiter. Das habe wenig zu tun mit den Philharmonien und Konzerthäusern in den Nachbarstädten, aber ganz viel mit der Entwicklung eines kreativen Zentrums für Bochum, mit der wechselseitigen Öffnung und Befruchtung der Kultursparten und Kultur-Szenen, mit der Gewinnung von neuen Publikumsschichten. Steven Sloane sei die ideale Künstlerpersönlichkeit für die Umsetzung eines solchen Konzeptes.
Investition von insgesamt 33,3 Millionen Euro
Wirtschafts- und Städtebauminister Harry K. Voigtsberger betonte: „Mit dem Musikzentrum und dem Umbau der Marienkirche bringen wir eine Investition von insgesamt 33,3 Millionen Euro im Herzen von Bochum auf den Weg – eine Investition, die zum Abschluss des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 die Kulturlandschaft aber vor allem den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet stärkt.“
Zusätzlich zum Neubau des Musikzentrums steht für den aus Städtebaumitteln geförderten Umbau der Marienkirche wie bereits bisher geplant ein Budget von 9,6 Millionen Euro zuzüglich des städtischen Anteils von 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Der Städtebauminister hat diese Förderung allerdings von Anfang an davon abhängig gemacht, dass die zwischen Stadt und Landesregierung laufenden Verhandlungen über die Übernahme der Jahrhunderthalle in städtische Trägerschaft erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

20:15
nr48 die Firmen, die als Auftragnehmer den defizitären ÖPNV durchführen verdienen selbstverständlich Geld. Am Defizit des Gesamtsystems ändert das aber nichts.
Beim Musikzentrum ist es wie mit jeder Werbung, ob es was gebracht hat weiß man erst hinterher. Opel und Starlight haben auch satte Zuschüsse bekommen und am Ende blieb trotzdem was für die Bürger übrig.
Und eins ist auch klar, wer es heute versäumt die Vorsprung den das Entertainmentcenter Bermuda3Eck vor anderen Städten hat durch Ausbau abzusichern, dem werden die gleichen Nörgler die heute hier meckern in ein paar Jahren vorwerfen eine Riesenchance verschlafen zu haben.
17:53
Ein frohes neues Jahr 2011 allen meinen Freunden wie ansgar, kritiker, der weitmarer etc. Möge das Musikzentrum und viel Spass bringen. Glück auf.
PS. Der Ortsverein Bochum-Hamme hat schon die Säge an der Hand.
07:05
@46 delahaye
Ein Nichtbau dieses prestigeobjekts senkt das Defizit noch viel mehr ... und das dauerhaft.
Und der ÖPNV ist nur deshalb defizitiär, weil er von der öffentlichen hand geführt wird. Haben schon genug Unternehmen bewiesen, dass man mit dem Nahverkehr sehr wohl Geld verdienen kann.
22:09
Zu # 46 Ansgar? Boo, ich glaube es nicht!!
Jeder Kaufmann sagt sich Wenn sich etwas nicht rechnet Finger weg, oder man wirft die Steuergelder unnütz raus, oder sagt sch*** egal ist ja nicht mein Geld.Tolle Einstellung dem Bürger gegenüber. Man erwirtschaftet ja nicht so ein grosses Defizit bei 1000 Besucher. Ha, wenn 100 kommen wird das Defizit noch größer sein.
Also immer Ball schön flach halten
20:31
Von Geld reinbringen habe ich nie geredet, aber man kann ein Defizit auf hohem Niveua halten oder senken. Dass sich solche Dinde wie Kultur oder der ÖPNV nie rechnen werden, ist mir auch schon klar ...
Aber ob die BOSY vor 500 oder aber vor 1000 Zuhörern spielen, bleibt nach Adam Riese immer noch ein Unterschied und senkt das Defizit für die Stadtkasse.
20:24
@Grummer 1971
Begreifen Sie es doch, eine Einrichtung wie das Konzerthaus, das Schauspielhaus,... kann kein Geld einbringen.
Um Geld zu erwirtschaften müssten die Eintrittspreise so hoch sein, dass sich keiner eine Karte leisten möchte!
Auch der Grummer 1971 nicht!
DENKEN HILFT!
20:01
Zu #39 Grummer 1971
Umziehen aus dieser tristen Stadt,wäre kein Verlust.
19:22
Aha, dann ist es wohl egal, od ein Konzert vor 1000 Personen stattfindet oder vor 500, wie z.B. im Moment im Schauspielhaus. Mathe sechs,setzen !!
19:22
Ich frage mich, wie das heute so abschließend verkündet werden konnte. Schließlich müssen jetzt erst wieder alle Gremien mit dem gänderten Vorhaben konfrontiert werden. Ratsbeschluss, Wettbewerb, Ausschreibung... Wie können die Akteure so sicher sein, dass da nichts im Wege steht? Oder hat man da SPD- parteiintern schon vorgesorgt?
19:06
@ Grummer 1971
Sie begreifen es wohl nicht.
Das Konzerthaus kann kein Geld einbringen!
Das kostet nur. Jeder Platz muß subventioniert werden, denn sonst würden die BOSY vor leeren Rängen spielen!