Kunstwerke der Ruhr-Uni rücken in den Blickpunkt

Dr. Friederike Wappler, wissenschaftliche Leiterin.
Dr. Friederike Wappler, wissenschaftliche Leiterin.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zum 50. Geburtstag der Ruhr-Universität zeigen die Kunstsammlungen ihre einzigartige Kollektion an zwei Standorten.

Bochum.. In diesem Jahr feiert die Ruhr-Universität bekanntlich groß ihren 50. Geburtstag, und natürlich stellen sich neben allen anderen Instituten auch die Kunstsammlungen bei diesem Jubiläum vor. Geplant ist eine umfassende Präsentation der beispielhaften Sammlung Moderne gleich an zwei Standorten: im Campusmuseum selbst und im Kubus der Situation Kunst im Schlosspark Weitmar.

Dr. Friederike Wappler, langjährige wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen, hat die Ausstellungen konzipiert: „Erstmals wird die seit der ersten Schenkung 1967 kontinuierlich erweiterte Sammlung an zwei Stellen zugleich präsentiert“, so Wappler. Beide Präsentationen wollen die Bandbreite und die Qualität der Uni-eigenen Sammlung anschaulich machen: Sie führt mit ausgewählten Werken namhafter Artisten die Kunst Europas und der USA von 1945 bis heute vor Augen.

Hochkarätige Namen

Die Sammlungspräsentation im Campusmuseum richtet den Blick auf die Gründungs-Schenkung von Albert Schulze Vellinghausen und die dank einer Förderung von Paul Dierichs Mitte der 1970er Jahre ermöglichte Erweiterung. Im Kubus der Situation Kunst werden weitere Schwerpunkte der an der Uni stets nur in Ausschnitten zu sehenden Kollektion anschaulich.

Beispielhafte Arbeiten von so bedutenden Künstlern wie Josef Albers, Alberto Giacometti, Joseph Beuys, Anthony Caro, Lucio Fontana, Günter Fruhtrunk, Gotthard Graubner, François Morellet, Arnulf Rainer, Richard Serra, Frank Stella, Cy Twombly, Günther Uecker, Christian Boltanski, Donald Judd, Gerhard Richter, Sean Scully und James Turrell werden präsentiert.

1991 angegliedert

Dass das zweite Standbein der Übersichtsausstellung die Situation Kunst/Kubus Weitmar sein wird, kommt nicht von ungefähr. Das Museum, 1988-1990 auf Initiative von Alexander von Berswordt-Wallrabe in Erinnerung an den Gründungsordinarius des Kunstgeschichtlichen Instituts, Prof. Dr. Max Imdahl (1925–1988), errichtet, war bereits 1991 den Kunstsammlungen angegliedert worden

Das Ensemble im Weitmarer Schlosspark wird vom Institut für Kunstgeschichte sowie seit 2006 von der Stiftung Situation Kunst als Teil der RUB-Kunstsammlungen betrieben. Der Förderverein Situation Kunst-Haus Weitmar unterstützt deren Projekte und Veranstaltungen, die zum einen der Ausbildung von Studierenden dienen und sich zum anderen an eine interessierte Öffentlichkeit richten.