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Ruhr.2010

Kulturhauptstadt nimmt in Bochum langsam Fahrt auf

18.01.2010 | 17:04 Uhr
Kulturhauptstadt nimmt in Bochum langsam Fahrt auf

Bochum. Nach der verschneiten Eröffnungssause auf Zeche Zollverein werden erste zarte Aktivitäten der Ruhr.2010 sichtbar. Auch in Bochum. Etwa an der vor sich hingammelnden Marienkirche, die vor ein paar Tagen mit knalligen Transparenten aufgehübscht wurde.

Sie machen auf das „Urbanatix”-Projekt aufmerksam – ein ureigener Bochumer Beitrag von hohem Unterhaltungs- und Alleinstellungswert für die Ruhr 2010.

„Urbanatix” bringt die ausgewählten Besten der NRW Streetart-Szene aus den Bereichen Parkour, Freerunning, Tricking, Breakdance und Biken am Pfingstwochenende (21.-23. Mai) mit internationalen Artisten aus Japan, Frankreich, Kanada und Deutschland in einer dreitägigen Showproduktion in der Jahrhunderthalle zusammen. Bis dahin dient die Marienkirche den jugendlichen Street-Art-Artisten als Probebühne.

Drei Besucherzentren

Bei BO-Marketing (Huestraße), in der Jahrhunderthalle und im Bergbaumuseum gehen währenddessen die Arbeiten zur Einrichtung der drei Bochumer Besucherzentren für die Ruhr 2010 weiter. Die Eröffnung der Info-Points ist für Mitte Februar (BO-Marketing) und Frühjahr vorgesehen.

Auf viel Interesse stößt auch in Bochum die wohl bekannteste Kulturhauptstadt-Aktion, das „Stilleben Ruhrschnellweg”, die Vollsperrung der A 40 auf 60 Kilometern Länge zwischen Dortmund Märkische Straße bis Duisbürg Häfen Mitte Juli.

Anfang der Woche ist die zweite Vergabenrunde für die begehrten Tisch-Tickets eingeläutet werden. Sie können bis zum 18. März unter http://www.ruhr2010.de/still-leben oder telefonisch (Tel. 01805/15 2010) vorgenommen werden.

Wie die Ruhr 2010 GmbH mitteilt, sind mit Ausnahme der Anschlussstelle Bochum-Dückerweg Anmeldungen für die gesamte Strecke möglich. Die Tischtickets kosten 25 Euro zzgl. Gebühren.

Vergabe per Losverfahren

Die Ticketvergaben ist einigermaßen kompliziert. Grundsätzlich gilt: Viele wollen, aber sie werden nicht zum Zuge kommen. Es zeichnet sich bereits ab, dass die Anfragen die Kapazitäten übersteigen werden. Daher gilt die Regelung: Sollten mehr Tischanmeldungen als freigegebene Tische vorliegen, entscheidet das Los. Wer bereits an der ersten Tisch-Vergabephase 2009 teilgenommen, aber kein Glück bei der Verlosung hatten, wird automatisch in die zweite Anmeldephase aufgenommen. Eine erneute Anmeldung ist also nicht nötig.

Jürgen Boebers-Süßmann

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