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Vier Tage Musikfestival

Kulturhauptstadt für Rock und Pop

19.06.2010 | 00:00 Uhr
Kulturhauptstadt für Rock und Pop

Bochum. In knapp vier Wochen spricht niemand mehr von der Fußball-WM: Am 15. Juli startet die 25. Ausgabe von „Bochum Total“, diesmal auch im Zeichen von Ruhr.2010 (u.a. mit Urbanatix samt Filmpremiere). Wobei das Festival an vier Tagen sicher mehr Kultur serviert als das geballte Kulturhauptstadtprogramm vermag.

„Wir haben eine stilistische Vielfalt wie seit langem nicht mehr“, schwärmt Bo-Total-Sprecher Björn Büttner über das Programm, das inzwischen in allen Einzelheiten steht. Nicht zuletzt wegen der Bandbreite verzichten die Veranstalter in diesem Jahr auf einen Jazz-Schwerpunkt. Fünf Bühnen fordern von den Besuchern, die viel sehen wollen, wieder logistische Meisterleistungen ab. Von A wie „Acoustic Revolution“ bis Z wie „Zodiak“: Über 80 Bands und Einzelkünstler erobern die Bühnen, dazu gibt’s täglich offstage in den Kneipen ein ansehnliches Abendprogramm mit rund 60 Auftritten. Zugesagt haben u.a. wieder Madsen (Sonntag), „My Baby wants to eat your Pussy“ (Samstag zum dritten Mal dabei), Jo Hartmann, Pamela Falcon und „Leland P.“.

Versteckte Perlen

Hinzu kommen laut Büttner etliche „versteckte Perlen“, die sich einstreuen, wie die Blassportgruppe Südwest, die „zärtlicher Kampfansage an die volkstümliche Blasmusik“, Nikka Costa, in Japan geborene US-Amerikanerin und Patenkind von Frank Sinatra, die schon mit Lenny Kravitz und Coldplay auf der Bühne stand, die schwedischen Brit-Pop-Band „Royal Republic“ oder „Ivan Ivanovich & the Kreml Krauts“ (die Trierer versprechen einen Mix aus Ska, Polka und Punk). Die Rockband „Eternal Tango“ aus Luxemburg ist längst kein Geheimtipp mehr.

Die Nachwuchsförderung nimmt beim Festival einen immer größeren Raum ein, wobei Bochum Total sich mit Projekten verknüpft wie School Jam, Sound & Vision und PopUp-NRW, bei denen die Teilnehmer zwei Tage lang reichlich (Workshop-)Erfahrungen sammeln können.

Fest gebucht die Wortschatzbühne als Forum für Kabarett und Kleinkunst. Auch dort tummeln sich bekannte Namen wie Oliver Uschmann, Helmut Sanftenschneider, Peter Rodemeyer und Ulli Engelbrecht.

Kick-Off mit Revolverhelden

Der Design-Kiosk als Kulturhauptstadt-Projekt ist am Riff-Gelände zu finden; in der dortigen Rotunde geht’s jeweils nach Bühnenschluss weiter, etwa mit dem „Spardosenterzett“ oder Newcomer-Auftritten. Eine Besonderheit wird in diesem Jahr sein, dass Bochum Total bei seiner 25. Auflage erstmals ein fünftägiges Festival sein wird: Anlässlich der Frauen-Fußball WM U20, deren Eröffnungsspiele in Bochum stattfinden, geht’s schon am 13. Juli auf der WAZ-Bühne am Konrad-Adenauer-Platz los mit DJ Michael Imhoff, Fußball-Promis, und einem Gig von „Revolverheld“.

Sabine Vogt

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Kommentare
20.06.2010
22:22
Kulturhauptstadt für Rock und Pop
von Punker | #2

Bochum Total ist ein Stadtfest wie jedes andere. Und im Jahre 2010, wenn die 68er Generation so allmählich in Rente geht muss man sich nicht wundern, dass statt Schlager und Volksmusik auf einem solchen Fest Rock-Musik gespielt wird. Sicher sehr unterhaltend - doch was hat das mit Kultur zu tun?

20.06.2010
17:56
Kulturhauptstadt für Rock und Pop
von Graf Engelbert | #1

Kann man dieses ekelhafte Fest bei dem es immer nur Dreck und Ärger gibt nicht in diesem Jahr
einmal ausfallen lassen?

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