Kulturentwicklung, ja bitte!

Klar, es geht immer ums Geld, und jede Abteilung der Stadt muss sparen. Und doch ist es so, dass es gerade den kleinen Kulturbereich immer am stärksten trifft. Vor einigen Jahren wurde das Museum in Frage gestellt, das Stadtarchiv führt seit Jahren den einer Großstadt wie Bochum unwürdigen Kampf ums Überleben. Und es wird sogar mit dem Menetekel einer mittelfristigen Schließung der Kammerspiele gedroht.

Das kann ja wohl nicht wahr sein! Dass so etwas überhaupt laut ausgesprochen wird, liegt wohl daran, dass Kultur keine Pflichtaufgabe der Städte ist, und deshalb oft als „minder wichtig“ betrachtet wird. Und das, wo wirklich jedem klar sein sollte, dass eine Stadt ohne Kultur gewiss kein lebenswerter Ort wäre.

Der Kulturausschuss hat sich gestern dankenswerterweise deutlich positioniert. Wohlgemerkt: Es wurde nicht gefordert, Geld zu investieren, das es nicht gibt. Aber kreativ denken zu lernen, wenn es um Sparzwänge UND den Bestand der BO-Kultur geht. Der Kulturentwicklungsplan ist überfällig!

Jürgen Boebers-Süßmann