Kündigungen bei Opel Bochum bis Anfang Juni blockiert
05.04.2011 | 18:44 Uhr 2011-04-05T18:44:00+0200
Bochum. Weil die Einigungsstelle den nächsten Termin auf Ende Mai gelegt hat, sind drohende betriebsbedingte Kündigungen bei Opel Bochum bis dahin blockiert. Opel fordert das Ausscheiden von 1200 Mitarbeitern, Geld für den Erhalt der Stellen sei nicht da.
Der Personalabbau durch Kündigungen bei Opel Bochum ist bis Anfang Juni blockiert. Davon geht Betriebsratschef Rainer Einenkel aus, nachdem die Einigungsstelle Termine bis Ende Mai festgelegt hat. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Rettung der Arbeitsplätze, sagte er. Opel hatte zuvor erklärt, ab Ende April sei mit betriebsbedingten Kündigungen zu rechnen, falls bis dahin 1200 Mitarbeiter nicht bereit wären, per Abfindung auszuscheiden oder nach Rüsselsheim zu wechseln, wo rund 300 Stellen frei wären.
Mit dem Vorschlag, im Bochumer Werk die 35-Stundenwoche um fünf Stunden zu senken, bei Teillohnausgleich, beiße man jedoch bei der Geschäftsleitung weiter auf Granit, bedauerte Einenkel. Opel habe auch die Einigungsstelle wissen lassen, Geld sei nur für den Abbau von Stellen da, nicht für deren Erhaltung. Der starre Kurs habe den Vorsitzenden der Einigungsstelle, Martin Bertzbach, Expräsident des Landesarbeitsgerichts Bremen, erstaunt. Vor allem, weil Opel sich schon vorher durch eine „klare Vereinbarung verpflichtet hatte, über Arbeitszeitverkürzung zu reden“, bevor es zu betriebsbedingten Kündigungen komme. Am 15. April werden die Verhandlungen vor der Einigungsstelle im Bochumer Opelwerk fortgesetzt.
General Motors löst Opel-Chef mitten in der Sanierung ab
An der Opel-Spitze gab es kürzlich ganz andere Turbulenzen, weil General Motors Opel-Chef Nick Reilly, erst seit Januar 2010 im Amt, mitten in der Sanierung ablöst, damit Reilly das GM-Europageschäft und den Posten des Opel-Aufsichtsratschefs übernimmt. Sein Nachfolger, so der GM-Vorschlag, soll GM-Chefentwickler Karl-Friedrich Stracke werden, der einige Jahre im Bochumer Werk Fertigungsdirektor war. Dessen Wahl am 11. April als Opel-Chef gilt inzwischen als sicher.
Zuvor hatte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz Einwände und öffentlich einen Gegenkandidaten angekündigt. Er fürchtete, unter GM-Mann Stracke würde die Opel AG an Selbstständigkeit verlieren. Sein Bochumer Kollege Einenkel: „Inzwischen hat Franz erklärt, er hätte doch nichts gegen Stracke, den Namen eines Gegenkandidaten hat er nie genannt. Diese Form der Diskussion war sehr unglücklich, das gehört erst in den Aufsichtsrat.“ Einenkel selbst schätzt Stracke.

17:39
#von Sederim..ich warte noch auf die Antwort, welche Partei sich für Opel Bochum einsetzen würde???
19:49
welche Partei war denn die richtige???
18:16
Zur Massenkündigung bei Opel.
In erster Linie muss ich mich fragen: Welche Partei haben diese Mitarbeiter in der vergangenen Bundes-/ und Landtagswahl gewählt?
Wenn ich wählen geh, frage ich immer, ob die Partei auch gut für unser Volk und für mich ist.
Leider haben sich die Opelmitarbeiter zu ihrem eigenen Schaden total verwählt! Vielleicht werden ihnen jetzt als Arbeitslose die Augen aufgehen und sie erkennen, wer es wirklich mit ihnen (uns) gut meint.
Freundliche Grüße
Sederim
16:08
So eine Sauerei!
Vom Betriebsrat und den Gewerkschaftlern!
Wenn die nicht vorzeitig entlassen werden, hängen unmotivierte Mitarbeiter im Werk auf Kosten der verbleibenden Belegschaft herum und zahlen schön weiter Gewerkschaftsbeiträge und der Betriebsrat wird auch nicht verkleinert - ebenso die Beiräte!
Die Kapazitäten und Zulieferungen sind nämlich schon für eine verkleinerte Belegschaft angepaßt worden.
Als Unternehmer weiß man: Gewerkschafts-gesteuerte Betriebsräte erreichen selten die Kompetenz weitsichtiger Interessenvertreter der Belegschaft.
Auf Augenhöhe miteinander handeln? Leider nur auf gleicher Höhe bei der monatlichen Ausgleichszahlung!
13:45
ker ker...gut,dass ich da 2005 weg bin und inzwischen nen guten neuen job habe.
aber es war doch alles abzusehen.
bochum wird über kurz oder lang dicht gemacht.
und wer sich das selber nicht eingestehen möchte und sich da festsetzt is selber schuld.
hab noch guten kontakt zu ehemaligen kollegen...jetzt sind sie am heulen,weil sie 2005 für richtig gutes geld auch gehen konnten.
1990 waren da noch über 20000 und heute?vielleicht knapp über 4000.
13:45
komisch
das geld nur für den abbau da ist und nicht für deren erhaltung.
und von 1200 arbeitsplätzen die abgebaut werden können nur 300 wechseln
also 900 arbeitslose
soso
dann soll gm mal bei den mangerngehältern sparen dann ist geld für den erhalt der 1200 arbeitsplätze da.
aber bei sich selber anfangen wäre ja ein unding.
warum gerade bei denen.
oder dann kann die geschwindigkeit des bandes wieder erhöht werden weil die produktion sonst nicht rund läuft.und werden dann wahrscheinlich leiharbeiter die 1200 ersetzen
12:38
Opel ist am Ende. so, oder so.
06:51
Keine Angst, Herr Einenkel hat schon einen neuen Job. Merkt ihr das noch nicht ?