Kleiner Junge verbrüht - Lange Haft gefordert
14.02.2012 | 09:03 Uhr 2012-02-14T09:03:00+0100
Bochum. Im Prozess gegen eine Mutter und ihren Freund, die eine schwere Verbrühung eines anderthalb Jahre alten Jungen zehn Tage lang nicht ärztlich behandeln ließen, hat der Staatsanwalt langjährige Haftstrafen gefordert.
„Die Schmerzen des Kindes müssen unvorstellbar gewesen sein,“ sagte der Staatsanwalt. Er forderte gestern am Amtsgericht für eine Mutter (25) aus Bochum, die ihrem damals anderthalb Jahren alten Sohn in der Badewanne mit heißem Wasser die Füße schwerstens verbrüht hatte , drei Jahre und drei Monate Haft. Ihr vorbestrafter Freund (30), der bei ihr lebt, soll drei Jahre und neun Monate hinter Gitter.
Das Drama passierte vor zwei Jahren. Weil das Kind in die Hose gemacht haben soll, duschte die Mutter es ab. Mit über 50 Grad heißem Wasser. Die Frau sagt, dass die Temperatur ein Versehen gewesen sei. Der Junge erlitt Verbrühungen 2. und 3. Grades. Ein Arzt hatte damals „schmierige, eitrige und blutig durchsetzte Beläge“ diagnostiziert.
Belange des Kindes „gefühlskalt übergangen“
Trotz dieses Zustandes waren die Mutter und ihr Freund zehn Tage lang nicht zum Arzt gegangen. Sie dokterten allein herum. Mit Pflastern und Wundsalben. Am Ende drohte eine Superinfektion.
Die Angeklagten sollen nur deshalb nicht zum Arzt gegangen sein, weil sie das Sorgerecht nicht verlieren wollten. Die Belange des Kindes hätten sie „gefühlskalt übergangen“, kommentierte der Staatsanwalt. Er glaubt an eine Vorsatztat. Entdeckt wurde der Zustand des Kindes damals durch eine Familienpflegerin.
Die Verteidigung will eine Bewährungsstrafe. Ein Urteil ergeht am 23. Februar. Das Kind hat sich wieder erholt und lebt in einer Pflegefamilie.

12:57
Lieber Herr Wanderwitz,
und sie wollen tatsächlich, dass jeder ab 25 ein Kind bekommt, am besten noch zwei? sind sie immer noch der gleichen Meinung wenn sie diesen Artikel lesen oder den wo das Baby nur gezugt wurde um es zu Missbrauchen?
Eigentlich sollten wir dazu übergehen im Vorfeld die Menschen zu überprüfen ob sie überhaupt in der Lage sind ein Kind zu erziehen und ob sie die geistige Reife haben.
Der Junge muss doch von Morgens bis Abends vor Schmerzen gebrüllt haben. Am besten die Eltern nicht in den Knast stecken, sondern mit einem Bunsenbrenner die Füsse verbrennen, damit sie am eigenen Leib spüren was sie da getan haben.
Ich frage mich wirklich, wie die leibliche Mutter so etwas machen kann, das entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft.