Klaus Weiss spielt den König Lear
30.09.2009 | 08:53 Uhr 2009-09-30T08:53:00+0200
Bochum. Intendant Elmar Goerden inszeniert "König Lear" von William Shakespeare. Das Drama mit Klaus Weiss in der Titelrolle hat am Freitag, 2. Oktober, in den Kammerspielen Premiere.
Bochum gilt als Shakespeare-Stadt. Diesem Ruf hat Intendant Goerden während seiner Intendanz entsprochen. Er inszenierte „Wie es euch gefallt” und zuletzt „Der Kaufmann von Venedig”. Nun also, zu Beginn seiner letzten Saison am Schauspielhaus „König Lear”.
Ein düsterer Kosmos
Shakespeare entwirft darin einen düsteren Kosmos der Krise. Die Macht, die Familie, die Liebe und die Vernunft sind einer extremen Zerreißprobe ausgesetzt. Bürger werden zu Raubtieren, die Generationen liegen miteinander im Krieg. In dieser Situation fragt Shakespeare: Was bleibt, wenn die Stützen der Identität und Zivilisation zerstört sind, wenn alles auseinander bricht? Für Intendant Elmar Goerden handelt es sich beim „Lear” um das „bitterste und härteste Stück Shakespeares”, das zeige, wie „dünn die Schicht der Zivilisation” sei. Shakespeare drehe in dieser Hinsicht die Schraube so lange, „bis sie bricht”.

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