Kirchen und Gewerkschaften wollen Allianz für freien Sonntag bilden
01.03.2011 | 18:20 Uhr 2011-03-01T18:20:00+0100
Im Ländervergleich ist der arbeitsfreie Sonntag inzwischen eher die Ausnahme als die Regel. In Deutschland hat er jedoch Tradition, noch ist das Öffnen der Geschäfte klar gesetzlich geregelt. Kirchen und Gewerkschaften in Bochum protestieren nun gegen die schleichende Aushöhlung des Sonn- und Feiertagschutzes. Wie stehen Sie zu den verkaufsoffenen Sonntagen im Einzelhandel?
Bochum.Die Kirchen sehen sich in ihrer zentralen Aufgabe in Frage gestellt durch das Zulassen verkaufsoffener Sonntage, wie Dechant Dietmar Schmidt vom katholischen Stadtdekanat es formulierte: „Die Hinwendung zu Gott am Sonntag wird Stück für Stück ausgehöhlt. Wir wollen schützen, was das christliche Abendland verbindet.“
Superintendent Peter Scheffler vom evangelischen Kirchenkreis Bochum sieht den Sonntag zudem als Schutz für Familien und deren Bedürfnis nach gemeinsamer Freizeitgestaltung. Dass sich die Menschen dabei der Dienstleistung Dritter bedienen, die etwa sonntags Kinokarten verkaufen, habe sich im Laufe der Zeit eben eingebürgert.
Stadtdechant Schmidt: „Wir wollen aber einen Dammbruch verhindern, dass sich die Sonntagsarbeit auf noch mehr Berufe ausdehnt. Arbeit sollte für den Menschen da sein, nicht umgekehrt. Wir richten quasi ein Plädoyer gegen den Trend der Zeit.“
Schleichende Entwicklung
Gudrun Müller, Verdi-Vorsitzende für Bochum und Herne: „Das Ladenöffnungsgesetz ist seit Jahren von der Flexibilisierung erheblich betroffen. Die Unart der Sonntagsöffnung führt weder zu mehr Umsätzen noch sichert sie Arbeitsplätze.“ Vollzeitjobs würden in Teilzeitarbeit umgewandelt, betroffen seien zumeist Frauen im Einzelhandel. Die gesetzlichen Zulagen von 200 Prozent mehr am Sonntag gab es 2006, heute werde dies durch Freizeitausgleich abgegolten.
„Unser Eintreten für die Arbeitnehmer im Handel ist wichtig, um die Flexibilisierung weiterer Arbeitsbereiche zu verhindern.“
Kirchenvertreter und Gewerkschafter sehen in der Tendenz, mehr Verkaufssonntage zuzulassen, eine schleichende Entwicklung, wenn es auch keine Zunahme in diesem Jahr gibt.
Am Dienstag gab es ein erstes Zusammentreffen auf dem Weg einer möglichen Allianzgründung für den freien Sonntag. „Wir appellieren an die Politik, sich auf den Sinn des Ladenöffnungsgesetzes zu besinnen“, so DGB-Chef Hermund. Denn es müsse ein öffentliches, kein wirtschaftliches Interesse vorherrschen. „Muss denn ein Frühlingsfest gepaart sein mit offenen Geschäften?“ Berthold Rose, Betriebsseelsorger im Bistum Essen: „Uns fehlt eine Phase des Innehaltens, ob nun im Gottesdienst oder für uns selbst.“
Die IHK weist für Bochum gut 18 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Bereich Handel und Kfz-Gewerbe aus.

17:45
Wenn es nach mir gehen würde, hätten Geschäfte in der Woche von 16:00 Uhr abends bis 9:00 morgens auf. Während die meisten Leute im Büro sitzen, nützt ein Geschäft ja wenig.
Samstag dann gerne die gewohnten Zeiten, weil ich da nur selten arbeiten muss.
15:47
Warum unbedingt So Einkaufen ?? das kann man auch bestens am Mo, DI, MI, DO, Fr und Sa auch schon Länger als vor einigen Jahren.
Wen es nach mir gehen würde Geschäfte in der Woche um 18 Uhr schließen Sa um 13-14 Uhr den ersten Sa im Monat bis 17-18 Uhr und So Grundsätzlich Geschlossen. Zur Weihnachtszeit kann man gerne über Ausnahmen reden und bei diesen Zeiten Hätte JEDER genug zeit Einzukaufen und zu Bummeln und wer was anderes behauptet Lügt oder ist schlichtweg zu faul es in der Woche nach der Arbeit zu tun.
14:20
Diese Allianz ist eine Provokation für jeden Menschen mit libertärer Gesinnung.
14:16
Fahren wir zum shoppen eben ins Ausland.
Ich habe es nur 20 Minuten bis zur Grenze und dort nimmt man meine Euros am Sonntag gerne entgegen...
09:04
Und sich gleichzeitig beschweren das die Leute weniger Kinder auf die Welt setzen
20:22
So soll also künftig der verkaufsoffene Sonntag aussehen: Die Familie ist zu Hause und Mutti sitzt an der Kasse!
20:12
Ist doch ganz einfach. Wer nachweislich in der Kirche Mitglied ist, muss am Sonntag nicht arbeiten. Alle anderen müssen und dürfen sich auch nicht beschweren. Its that simple...